Bilder vom Senioren-Fasching 2004

Der Name! Mensch, wie war der noch?
Erinnerungen kommen hoch.
Du kramst in der Vergangenheit,
hast tausend Dinge griffbereit.
Doch, wie sich das Hirn auch quält,
der Name! Nur der Name fehlt.
Und sicherlich erkennst Du bald:
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Vom vierten Stock steigst Du herunter,
trittst auf die Straße, noch ganz munter.
Doch plötzlich fragst Du Dich verdrossen:
"Hab ich auch oben abgeschlossen?"
Du kannst Dir selber nicht mehr trau'n
und steigst hinauf, um nachzuschau'n.
Und sagst - die Faust vor Zorn geballt:
"So fängt es an. Mensch, Du wirst alt."

Du brauchst was aus dem Küchenschrank.
Du weißt auch was. Na, Gott sei Dank.
Du öffnest ganz gezielt die Tür
und fragst Dich prompt: "Was wollt' ich hier?"
Nun grübelst Du. Dich packt der Frust,
denn gerade hast Du's noch gewusst.
Und so was lässt Dich nicht mehr kalt.
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Bevor man eine Reise tut,
versteckt man erst sein Sparbuch gut.
Man ist ja länger nicht zu Haus
und das Versteck kriegt keiner raus.
Kommt man zurück, geht' s Suchen los:
"Wo habe ich mein Sparbuch bloß?"
Warum ich so was nie behalt?!
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

Du sitzt im Zug. Du bist auf Reisen.
Da fällt Dir ein: Das Bügeleisen!!!
Von Urlaubsfreuden schon beflügelt,
hast Du noch schnell ein Hemd gebügelt.
Nun denkst Du ständig an zu Haus.
"Mein Gott, ist der Stecker auch raus?"
Zwingst Dich zur Ruhe, mit Gewalt!
So fängt es an. Mensch, Du wirst alt.

  

  

  

  

     

  

 

 

 

Bilder vom Fasching 2002

Freut euch des Lebens,
weil noch das Lämpchen glüht; 
pflücket die Rose, eh' sie verblüht! 

1. Man schafft so gern sich Sorg und Müh, 
sucht Dornen auf und findet sie, 
    und lässt das Veilchen unbemerkt, 
das uns am Wege blüht.

  

2. Wenn scheu die Schöpfung sich verhüllt 
und laut der Donner ob uns brüllt, 
    so lacht am Abend nach dem Sturm 
die Sonn uns doppelt schön!

   

3. Wer Neid und Mißgunst sorgsam flieht 
und G'nügsamkeit im Gärtchen zieht, 
    dem schießt sie schnell zum Bäumchen auf, 
das goldne Früchte trägt.

4. Wer Redlichkeit und Treue liebt 
und gern dem ärmern Bruder gibt, 
    bei dem baut sich Zufriedenheit 
so gern ihr Hüttchen auf.

 Freut euch des Lebens, 
weil noch das Lämpchen glüht; 
pflücket die Rose, 
eh' sie verblüht!