1. August 2004

Artikel von Frau Decker für das Füssener Blatt geschrieben am 2. August 2004

Das liebste Messgewand geht mit in die neue Pfarrei
Füssen-West verabschiedet Pfarrer Hans-Ulrich Schneider

Füssen (dec). Sechs Jahre sind eine Zeit, in der einem Menschen und Umgebungen gewiss ans Herz wachsen können. Pfarrer Hans-Ulrich Schneider von der Pfarrei Zu den Acht Seligkeiten in Füssen-West erging es in jedem Fall so, wie er gestern in seiner letzten Predigt in der Pfarrgemeinde wehmütig meinte. Am 1. September übernimmt er die Seelsorge in der Pfarreiengemeinschaft Roßhaupten/Lechbruck.

 

 

Im Beisein von Freunden, Familienmitgliedern, dem Pfarrer seiner Heimatgemeinde Hindelang, Alfred Höpfl, und zahlreichen Gläubigen nahm Hans-Ulrich Schneider gestern bei einem feierlichen Gottesdienst und anschließenden Stehempfang im Pfarrheim Abschied. Leicht fiel im das sichtlich nicht. Aber gerade in den letzten Wochen des Abschied-Nehmens sei ihm bewusst geworden, dass nichts bliebe, außer Gott. "Der Sinn ist nicht, sich auf Irdisches zu konzentrieren, sondern ein Leben in Einheit mit Christus zu führen", predigte der Gottesmann. Genau das werde auch in der neuen Gemeinde sein Ziel sein.

 

 

 

  

  

  

  

  

Eine kleine Überraschung erwartete Pfarrer Schneider vor dem Hauptportal der Kirche. Dort brachten ihm die Geschwister Patricia und Tobias Rösler und Markus Rist von der Harmoniemusik Füssen mit ihren Alphörnern ein Ständchen dar. Die drei sind in der Pfarrgemeinde Füssen-West von Kindesbeinen, an verwurzelt. Sie verrichteten bei Mesner Alfred Vogler früher den Ministrantendienst, wie dieser stolz erklärte.

  

Zuvor hatte sich in der Kirche der Pfarrgemeinderat verabschiedet und Schneider sein liebstes Messgewand überreicht. Damit verbindet ihn auch in Roßhaupten und Lechbruck immer etwas mit der Pfarrei Zu den Acht Seligkeiten in Füssen. Im Beisein vieler Angehöriger der Pfarrei Zu den Acht Seligkeiten verabschiedete sich Pfarrer Ulrich Schneider. Während des Gottesdienstes unterstützten ihn Diakon Fredl Hofmann und Pfarrer Karl Laurer, ein Freund Schneiders, der seit 40 Jahren in Südamerika Missionsarbeit leistet und gerade auf Urlaub in Deutschland ist.

  

  

  

Ein herzliches Dankeschön von der Orthodoxen Kirchengemeinde, vorgetragen von H. H. Pfarrer Cepe:

Sehr geehrte Gäste, verehrter Herr Pfarrer Schneider,

wir, die Priester sehen es als unsere Aufgabe, unser Leben in vielen Ansichten nach dem Leben der anderen Menschen, nämlich der Gemeinde, einzurichten. Gerade diese Aufgabe ist eine große Herausforderung vor allem in jetzigen Zeiten, die das Amt als Nachfolger Christi auszeichnet. 
Und unter diesem Aspekt haben Sie ihr Amt ausgeübt. Sie haben sich Zeit für alle genommen; für klein und groß, für jung und alt und ebenso für die Ökumene.

Für diese Zeit, die Sie sich für uns genommen haben, möchte ich mich herzlich bedanken und Vergelt's Gott sagen für die gute Zusammenarbeit. Ich hoffe, dass wir auf diese Weise weiter machen können.

Zu Ihrer neuen Anstellung in der Pfarreiengemeinschaft Roßhaupten/Lechbruck wünsche ich Gottes Segen und seinen Beistand. Ich hoffe weiterhin mit Ihnen in Kontakt zu bleiben.

     

Aus der Ansprache des evangelischen Pfarrer H. Spengler:

Sehr geehrter Pfarrer Schneider, lieber Hans-Ulrich.

Im Namen der Kirchengemeinde H. Thiele und Pfr. Schricker sage ich Dank für die ökumenische Weggemeinschaft. 
In den eineinhalb Jahren meiner persönlichen Zusammenarbeit bleibt mir in Erinnerung die Liebe zu den Gottesdiensten zu Silvester die ökumenische Feier mit der syr. Orth. Mitchristen, die ökum. Feier vor Pfingsten  und auch das Zusammen Feiern bei Pfarrfesten. Deine liebevolle Art - der mir vertraute Ostrachtaler Dialekt - hat die Zusammenarbeit leicht gemacht.
Was können wir Dir außer guten Wünschen mit auf den Weg geben?

Wir schenken Dir das beste und wertvollste "Evangelische Gesangbuch", was der Füssener Büchermarkt hergibt. Es soll Zeichen ökumenischer Verbundenheit sein.

Bei dem Gottesdienst meiner Einführung im Februar hast du das Evangelium von der Sturmstillung gelesen. Ich denke, wenn du bei dem in Boot bist, der Herr über Wind und Meer, Himmel und Erde ist, kann es für Dich nur Gut weitergehen.
Wir wünschen Dir Gottes reichen Segen für dein Wirken in Deiner zukünftigen Pfarreiengemeinschaft.

  

  

Wir Alle wünschen recht viel Erfolg und Gottes reichen Segen zu Ihrer neuen Aufgabe als Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Roßhaupten/Lechbruck.