Das Sakrament der Ehe

Einer, der bei mir bleibt.

Einmal werde ich unter den vielen 
einen Freund finden, der bei mir bleibt, 
der auf mich wartet, wenn ich fortgehe, 
der noch da ist, wenn ich zurückkomme. 

Er hat Zeit für mich, wenn ich ihn brauche, 
er hört mir zu, unabgelenkt, 
er ist mir zugewandt in Distanz und Liebe. 

Er hat Vertrauen zu mir, 
er erwartet Gutes und lässt sich nicht beirren durch mein Versagen. 
Er gibt mir Spielraum und Freiheit, zu sein, der ich bin, 
er knüpft seine Freundschaft nicht an Bedingungen. 

Er ist wahrhaftig und täuscht mich nicht, 
er sagt mir meine Fehler und Schwächen zur richtigen Zeit, 
behutsam und hilfreich. 
Er wird mir verzeihen. 
Er hat Sorge und Angst um mich, wenn ich verzweifelt bin 
und nicht den richtigen Weg gehe. 
Er behält die Hoffnung, auch wenn ich sie aufgebe. 
Wenn ein anderer einen solchen Freund sucht, 
dann will ich für ihn dieser Freund sein:

Quelle unbekannt

Hochzeitsglocken 

  

     

  

  

Dem Sing und Jodlerduo Franz und Roland Böck / Weißensee
und unsere Organistin Frau Ingrid Heckenstaller 
oblag die musikalische Gestaltung
der Trauungsmesse

   

Zur Goldenen Hochzeit gratuliert die Pfarrgemeinde recht herzlich 
Ernst u. Edeltraud Schreiner
die sich vor 50 Jahren das "Ja-Wort" gaben.

  

  

 

So Gott will

feiern auch Sie einmal

die Diamantene Hochzeit

"Diamantene Hochzeit"
von Emma und Hans Zieglers

Seit 60 Jahren verheiratet

Füssen (asp).

Heute Vormittag sagen sie in der Stadtpfarrkirche Zu den Acht Seligkeiten bei einer Messfeier dem Herrgott Dank. Anschließend wird mit den Kindern, Enkelkindern und der ganzen Verwandtschaft das Glas erhoben und angestoßen: Hans und Emma Ziegler feiern das Fest der diamantenen Hochzeit., Toleranz, Harmonie und Frieden in der Familie", verraten beide das Rezept für 60 zufriedene Ehejahre.

Ihren Anfang nahm die "Zweisamkeit" im Oktober 1941. Im Kriegseinsatz in Russland zerschmetterte ein Granatsplitter den rechten Ellenbogen von Hans Ziegler. 14 Tage später kam er ins Lazarett nach Tübingen. Dort verdiente sich Emma als Bedienung im Gasthof "Hirsch" ihr Geld. Wie fand Hans Ziegler zu seiner Emma? "Wir sind uns buchstäblich in die Arme gesprungen", lacht sie: Ein Gast verließ den "Hirsch", hatte aber ein Buch vergessen. Sie nahm es, wollte ihm nachspringen und landete buchstäblich in den Armen von Hans Ziegler, der im gleichen Moment ins Lokal kam. "Das war Liebe auf den ersten Blick", erzählt die 82-Jährige. "Stimmt", bestätigt Hans Ziegler (86) seine Frau.

"Du bist die Richtige"

Er wurde kurz darauf ins Lazarett nach Wien verlegt. In den folgenden Wochen gingen Briefe und Telegramme hin und her. Zum ersten Wiedersehen kam's im folgenden Januar in München. "Wir heiraten", sagte Hans Ziegler. "Wir kennen uns doch kaum", zögerte Emma. "Ich weiß, was ich will. Du bist die Richtige", ließ Hans nicht locker: Am 30. April 1942 gaben sie sich in der Kirche von

Ebersbach, Emmas Geburtsort, das Ja-Wort. Die Kriegs- und Wochenendehe ging im Frühjahr 1945 zu Ende. Im Haus von Hans Zieglers Mutter an der Schwangauer Straße in Füssen fanden sie ihre gemeinsame Bleibe. Neun Jahre später bezogen sie ihre Wohnung im Füssener Westen - und 1960 begann Hans Zieglers kommunalpolitisches Engagement: Der gelernte Schlosser und spätere Verwaltungsinspektor bei der AOK wurde in den Stadtrat gewählt. 30 Jahre lang diente er in dieser Rolle den Bürgern. Er wirkte beim Bau von Kirche, Pfarrzentrum und Kindergarten in Füssen-West mit. Er unterstützte außerdem seinen Sohn beim Aufbau der "Adolf Wünsch Systeme KG" in Seeg, die zu seinem Bedauern drei Jahre nach seinem endgültigen Ausscheiden Konkurs anmelden musste.

Hans Zieglers Herz schlug und schlägt auch heute noch für den Eisstocksport. Unvergessen ist sein Einsatz für den Bau der Asphaltbahnen in Bad Faulenbach. Die Fusion der Eisschützen des EV Füssen und des ESC Ziegelwies zur leistungsstärkeren Eissportgemeinschaft Füssen (ESG) trägt mit seine Handschrift. Deswegen
zählen heute auch die Eisschützen zu den Gratulanten. Sie stehen Spalier wenn Hans und Emma Ziegler nach dem Dankgottesdienst aus der Pfarrkirche "Zu den Acht Seligkeiten" kommen.

Es ist was es ist, sagt die Liebe  Gedicht von Erich Fried