Ökumenischer Gottesdienst vor der Gelöbnisfeier
13. Feb. 2004

Herr Jesus Christus, wir sind Kirche nicht aus uns selbst, sondern weil dein Geist uns zusammen führt. Täglich spüren wir, wie begrenzt unsere Kräfte sind. Wir bitten dich:

- Für alle Suchenden im Glauben, die das Wort der Heiligen Schrift als Richtschnur ihres Lebens erwählt haben.
- Für jene, die im Alltag oft ohne Aufsehen ihren Glauben bezeugen und dadurch Wegbereiter des Reiches Gottes werden.
- Für alle, deren Glaube schwach geworden ist und die in Gefahr sind, dem Zweifel und der Resignation zu erliegen
- Für alle, die von körperlicher oder seelischer Not bedrängt sind und ausschauen nach Beistand und Hilfe
- Für die verantwortlichen in Staat und Gesellschaft, die sich um einen redlichen Ausgleich der Interessen und um Gerechtigkeit und Frieden bemühen
- Für unsere Soldaten in den Einsatzländern, dass sie dort den Frieden sichern können.

Herr Jesus Christus, deine Worte sind Macht und Leben. Du kannst zum guten Ende führen, was wir mit eigener Kraft nur mühsam beginnen. So höre und erhöre unsere Bitten, der du lebst und herrschest in Ewigkeit.

  

Ökumenischer Gottesdienst vor der Gelöbnisfeier
8. Mai 2002

    

Gemeinsam vermitteln der evangelische und der katholische Militärpfarrer die christliche Lehre im Spannungsfeld der Friedenserhaltung. Friede ist die Frucht der Liebe. Deshalb gehört die Liebe bis hin zur Feindesliebe in den Mittelpunkt gerückt bevor sich die Soldaten feierlich bereit erklären, die Grundwerte der Freiheit zu verteidigen.

Die höheren Gnadengaben - das Hohelied der Liebe

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnisse wüsste / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alle Glaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte / und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, / hätte aber die Liebe nicht, / nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sie ereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, / sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, / lässt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf. / Prophetisches Reden hat ein Ende, / Zungenrede verstummt, / Erkenntnis vergeht.
Denn Stückwerk ist unser Erkennen, / Stückwerk unser prophetisches Reden;
wenn aber das Vollendete kommt, / vergeht alles Stückwerk.
Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war.

Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; / doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

1. Kor 13,1  - 13,13

Bundeswehr / Militärseelsorge 
(Der Anspruch des Soldaten auf Seelsorge und ungestörte Religionsausübung wird ausdrücklich vom Gesetz anerkannt und gewährleistet.)

Militärseelsorge kurz erklärt