Teil 2 
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Altarweihe in Vils

Unter großer Teilnahme der Gläubigen, weihte der Münchener Weihbischof Franz Schwarzenböck Ambo und Volksaltar. Die meisten Menschen erleben eine Altarweihe nur einmal im Leben. Lektorin Margit Gschwennd las das erste Mal "offiziell" aus der Heiligen Schrift und Diakon Josef Roth verkündete das erste Mal das Evangelium vom neu eingeweihten Ambo.

In der kath. Kirche werden nur "Personen" geweiht. Gegenstände wie z.B. Kreuze, Rosenkränze oder Ostereier erhalten einen Segen. Auch das Weihwasser ist gesegnet, nicht geweiht. Es heißt nur so, weil es für die "Weihe" bestimmt ist. Dass der Altar in der Kirche mehr ist, als ein Gegenstand, wird durch die Weihe verdeutlicht. Der Altar ist Symbol für Christi Gegenwart, um den sich seine Gemeinde schart, also gleichsam eine Persönlichkeit. Deshalb nimmt die kath. Kirche die Einweihung des Altars so ernst.

"Der Altar ist mehr als ein Tisch für ein religiöses Fest, er ist Mitte unserer Glaubensfeier und Glaubensgemeinschaft. Erinnerung an die Liebe Gottes und an Jesus selbst", sagte Weihbischof Schwarzenböck. Begleitet von den Füssener Pfarrern Karlheinz Knebel und Ulrich Schneider sowie anderen Tiroler Priestern, zelebrierte er die Weihe. Weihwasser, Weihrauch und Chrisamöl, welches brennend die 5 Wundmahle Jesu anschaulich in unsere Herzen einbrennen soll, sind die äußerlichen Merkmale der Altarweihe. Kirchenchor, Jugendchor, Liederkranz und Martha Mellauner an der Orgel gaben dem Weiheakt den würdigen Rahmen.

Geschaffen hat Altar und Ambo der Steinmetz Paul Lutz aus Lechaschau. Nach einem Entwurf des pensionierten Polizisten Norbert Bachmann aus Oberhofen bei Telfs arbeitete der Handwerker Ambo und Altar aus Vilser Marmor. "Damit dieser wieder so richtig zur Geltung kommt", sagte Pfarrer Bader "Denn normaler weise wird dieser zu Beton verarbeitet."

  

  

  

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