Text aus dem  
Dienstag, 19. September

GefülIte Schultüten beim Gottesdienst.

Erstklässler beginnen ihre Schulzeit mit dem Segen Gottes

Füssen (reh). „Jetzt seid ihr groß", sagte Pfarrhelferin Brigitte Bock mit der Kirchenmaus Felix beim Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Mang, zu dem die frisch gebackenen Erstklässler persönlich eingeladen waren. Aus einer große Schultüte holte sie einige Symbole, die für den Übergang der Kinder von der Kindergarten- zur Schulzeit stehen. Dazu gehören die Reflektoren für den Schulweg genauso wie ein Päckchen Papiertaschentücher, wenn die Schule einmal nicht so viel Spaß macht.

Zu Beginn des Gottesdienstes am Sonntag zogen die Kinder mit ihren Schultüten ein und saßen dann bei ihren Eltern. In seiner Begrüßung führte Monsignore Karlheinz Knebel die vielen Familien in die Thematik des Gottesdienstes ein. Immer wieder wiederholte er den Satz, dass Jesus in der Mitte derer ist, die zum Gottesdienst zusammenkommen. So gab er auch einen Seitenhieb zu Aussagen einer Gruppe Füssener Bürger ab, die die spirituelle Mitte eher auf dem Vorplatz von St. Mang geortet haben (unsere Zeitung berichtete). Der Pfarrer stellte fest, dass die Mitte von St. Mang dort ist, wo Menschen sich zum Gottesdienst versammeln und Christus in ihrer Mitte begrüßen als ihren Herrn. „Nicht Ausgrabungen und Fundstücke auf dem Kirchplatz, sondern dort, wo wir zusammenkommen, ist die Mitte", sagte er in seiner Eröffnung.

Nach der Lesung öffnete Brigitte Böck mit der Kirchenmaus Felix die Schultüte, und als letztes Symbol kam eine Kerze in Regenbogenfarben zum Vorschein, die für die Verbindung zwischen Himmel und Erde steht und die Kinder an die Taufe erinnern soll.

  

In seiner Predigt bat Knebel die Kinder, auch die in der Taufe begonnene Freundschaft zu Jesus zu vertiefen. Er ermunterte die Eltern dazu, mit ihren Kindern den Gottesdienst zu besuchen und sich auch nicht von der eventuellen Unruhe der Kinder abhalten zu lassen, die Kinder die Mitte des Lebens erleben zu lassen. Er wiederholte nochmals, dass die Mitte des Lebens kein geografischer Ort ist, sondern die Bindung an Christus.

Zum  "Vater unser" und vor dem Segen bat er die Kinder nach vorne zum Altar. Dort füllte er die Schultüten unter anderem mit einem Apfel, Buntstiften, einem Bibelmalheft und einer Packung Papiertaschentücher. Mit in die Schultüte steckten die beiden Initiatoren auch die Einladung zum nächsten Kindergottesdienst zu Erntedank am 1. Oktober um 10 Uhr in St. Mang. Beim Füllen der Tüten der Kinder nahm sich Monsignore Knebel viel Zeit für jedes einzelne Kind, sprach kurz mit ihm und segnete es.

Nochmals ihre Schultüten herausgeholt hatten die Erstklässler, die im Sonntag zum Gottesdienst in St. Mang erschienen. Pfarrer Karlheinz Knebel füllte die Schultüten unter anderem mit einem Apfel, Buntstiften, einem Bibelmalheft und einer Packung Papiertaschentücher.

Fotos: Sebastian Rehm