Text und Bilder: Manfred Sailer; AZ; Füssener Blatt 17. Juni 2006
und weitere Bilder vom Georg Hauk

Das Hochfest des Leibes und des Blutes Christi

Vor einer großen Anzahl von Gläubigen zelebrierte Füssens Stadtpfarrer, Monsignore Karlheinz Knebel, den Festgottesdienst zum Fronleichnamsfest im Klosterhof. In den Mittelpunkt seiner Festpredigt stellte er die Eucharistie, in der der wahre Christus im Brot des Lebens gegenwärtig ist. Durch die Feier der Eucharistie können die Gläubigen inspiriert werden von der Liebe Christi. Sie gibt ihnen Kraft für das tägliche Leben. Ein starkes Beispiel für diese Kraft sei die Tatsache, dass im alten Rom trotz kaiserlichen Verbotes nicht auf die Eucharistiefeier verzichtet worden war.

Die Sakramente der Kirche setzen Zeichen, es ist Gott selbst der hier wirkt. Glaube, so Dekan Knebel, kann nicht verordnet werden durch Appelle, er erwächst aus einer inneren, tragenden Haltung.

Glaube mache das Leben reicher und tiefer, die Idealvorstellung, von der die Menschen in der heutigen Zeit jedoch noch ein ganzes Stück weit weg seien, wäre, wenn sie ohne ihn nicht leben könnten.

In der anschließenden Prozession wurde die Eucharistie in die Stadt hinausgetragen. In Begleitung der Harmoniemusik und den Fahnenabordnungen der Füssener Vereine wurde das Allerheiligste, die Monstranz mit der Hostie im Inneren, vorbei an festlich geschmückten Hausfassaden durch die Altstadt getragen.

Über Brotmarkt, Brunnengasse und Reichenstraße und zwei festlich mit Blumenteppichen geschmückte Altäre am Schrannenplatz (Foto) und am Magnusbrunnen führte die Prozession zurück zur Basilika St. Mang, wo die Böllerschützen zum Einzug einen Ehrensalut schossen. Vor dem abschließenden Segen dankte Dekan Knebel allen Helfer/Innen für ihren vorbildlichen Einsatz bei diesem Fronleichnamsfest in Füssen.

  

  

Fronleichnam 2005