Erscheinung des Herrn
6. Januar 2006

Epiphanie, Erscheinung des Herrn: göttliche Wahrheit und Herrlichkeit leuchten, wenn auch noch verborgen, in dem Kind von Betlehem. Suchende Menschen finden den Weg (Magier, Könige, Sterndeuter). Sie kommen mit Gaben und gehen als Beschenkte. Als Boten des Lichts in eine dunkle Welt. Weil dieses Kind geboren wurde, gibt es für alle Menschen Hoffnung, auch für die in der Ferne.

Text aus dem Schott

  

Licht bedeutet in der Bibel Offenbarung der Macht und Herrlichkeit Gottes, auch sein rettendes Eingreifen in die Geschichte der Menschen. Nach dunklen Jahren (538 v. Chr., Ende des babylonischen Exils) kann der Rest des Volkes Israel wieder Hoffnung haben. Gott ist da, er holt sein Volk heim. Die Völker der Erde staunen und kommen herbei, um mit ihren Gaben dem Gott Israels zu huldigen.

Text aus dem Schott

Jedes Jahr aufs Neue „schaffen“ es die Sternsinger, Botschafter Gottes zu sein. Mit dem gesammelten Geld setzen sie ein Zeichen der Verbundenheit von Kindern für Kinder über Kontinente hinweg. Das großartige Engagement der Sternsinger angesichts der Tsunami-Katastrophe während der letztjährigen Aktion ist ein bewegendes und ermutigendes Zeichen konkreter Hilfe.

     

Unsere Hilfe:
Gezielt und wirkungsvoll
Im Blick haben wir besonders die "Kinder in Not": Waisenkinder, behinderte Kinder, ausgebeutete Kinder, Kinder in Kriegs- und Krisengebieten, Straßenkinder, HIV-Infizierte und Aidskranke und Opfer von Naturkatastrophen. Unsere Projekte verstärken die Eigeninitiative vor Ort und zielen darauf, "dass Kinder heute und morgen leben können". Unsere Hilfe zur Selbsthilfe verwirklicht einen Ansatz, der die ganzheitliche und nachhaltige Förderung von benachteiligten Mädchen und Jungen verfolgt.

Ihre Hilfe kommt an!
Ihre Spende sorgt dafür, dass Kindern nachweisbar geholfen wird. Unsere Partner vor Ort kennen die Situation der Kinder am besten. Alle geförderten Hilfsprojekte sind eingebunden in ein kirchliches Netzwerk, das die Nachhaltigkeit Ihrer Hilfe sichert.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Ärmsten der Welt - unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Kultur.

Wir gehn nun hin und lindern Not
einen schön guten Abend geb Euch Gott! 

Seht Ihr unsern Stern dort stehen..... 

Es ist uns auch dieses Jahr zum größten Teil gelungen,  in alle Häuser Gottes Segen zu verkünden.

  

Das "Klingelputzen" hat sich gelohnt. Jedes Kind hatte zum Schluß eine große Einkaufstüte mit allerlei Leckereien. "Das reicht beinahe bis Ostern!"

Allmächtiger Gott, du hast das Wasser als Element des Lebens geschaffen. Um unserer Sünden willen hat sich dein Sohn in den Fluten des Jordans taufen lassen und so das Wasser geheiligt. Im Wasser der Taufe hast du uns zu deinen Kindern gemacht.

Segne (+) dieses Wasser mit der Kraft des Heiligen Geistes. Lass die Menschen, die sich damit bezeichnen, deine Macht und Nähe erfahren. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn. Amen.

Stern und Kreuz, 2 Sternstunden der Welt,  spiegeln sich im Wasserbehälter. 

Johannes der Täufer zeigt auf den verheißenen Messias. Jesus beginnt seine Mission mit dem Bekenntnis zu Gott. 
Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden. (Mk 10-11)

Text aus der AZ; Füssener Blatt; 6. Januar 2006

bei den Sternsingern Magnus Ehrentreich und Felix Maier
„Am meisten Angst hatte ich, meinen Text zu vergessen"

Füssen (mic).

Es Bedarf einer gewissen Ausdauer, stundenlang bei jedem Wetter, in ungewohnten Gewändern und mit einem sperrigen Stern in der Hand durch die Straßen zu laufen. Trotzdem: Viele Jugendliche lassen den Brauch des Sternsingens am 6. Januar jährlich aufleben. Seit vielen Jahren schlüpfen auch die Füssener Magnus Ehrentreich (14 Jahre) und Felix Maier (15 Jahre) in die Königs-, Stern- und Sackträgergewänder.

Wie lange seid ihr schon dabei? Wie war Euer erster Auftritt als Sternsinger? 
Magnus: Ich mache jetzt zum sechsten Mal mit. Das erste Mal hab ich mich schon komisch gefühlt, als ich im Königskostüm herumgelaufen bin und jeder geschaut hat. Am meisten Angst hatte ich damals, meinen Text zu vergessen. Inzwischen kann ich sämtliche Texte - auch die, die ich nie selbst gesprochen habe - in und auswendig.

Felix: Ich war jetzt acht Mal Sternsinger. Ich weiß noch: Das erste Mal war extrem anstrengend. Wir sind früh losgelaufen und waren gegen 19 Uhr wieder zurück. Ich bin dann todmüde ins Bett gefallen.

Was waren Eure lustigsten Sternsingererlebnisse?
Magnus: Da gab es viele. Einmal ist zum Beispiel eine Frau weggegangen, um Geld zu holen. Wir standen alleine im Wohnzimmer.
Eine Sternsingerin ist gegen den Christbaum gestoßen und die ganze Beleuchtung ist ausgegangen. Bis die Frau wieder da war, haben wir es nur mit Mühe und Not geschafft, den Baum wieder zum Leuchten zu bringen. 
   Ein anderes Mal hat uns ein Mann - damals war ich zehn oder elf Jahre alt - statt Süßigkeiten zwei Schachteln Obstbrände gegeben. Die hat dann unser Gruppenleiter bekommen. Schön war, als im vergangenen Jahr - da haben wir kurzfristig für die Tsunami-Opfer gesammelt eine Familie spontan 500 Euro gespendet hat. Das ist schon cool, wenn sich Menschen so engagieren.

Vier Säcke Süßigkeiten

Gibt es bei Euch Sternsingern beliebtere und unbeliebtere Wohngebiete?
Felix: Ja, klar. Jeder will in die Innenstadt oder ins Weidach. In der Innenstadt hab ich mit meiner Gruppe einmal an einem einzigen Tag vier Säcke voll Süßigkeiten bekommen. Weniger beliebt sind hingegen Straßen mit vielen Hochhäusern. Da macht oft niemand auf. Das ist dann irgendwie schon frustrierend, wenn man ein riesiges Haus schon nach fünf Minuten wieder verlässt.

Mal ganz ehrlich - was ist Euch wichtiger: Geld für das Kindermissionswerk oder Süßigkeiten für Euch?
Felix (überlegt): Eigentlich ist beides wichtig. Die Süßigkeiten sind Ansporn für uns, aber eigentlich geht es darum, etwas Gutes zu tun. Das Motto heißt dieses Jahr „Kinder schaffen was!", Beispielland ist Peru. Das Geld kommt jedoch Hilfsprogrammen überall in der Welt zugute.

Welche Tipps gebt Ihr als erfahrene Sternsinger kleineren Königen?
Magnus: Wichtig ist, den Text richtig zu lernen - obwohl es ja sogar Gruppenleiter gibt, die den manchmal vergessen. Außerdem sollten die Kinder unbedingt Durchhaltevermögen mitbringen. Und schließlich ist es noch wichtig, die Texte und Lieder nicht einfach runterzuleiern, sondern fröhlich und betont zu sprechen und zu singen. Dann haben die Zuhörer mehr Spaß daran und die Sternsinger selbst auch.


Seit Jahren sind die beiden Füssener beim Sternsingen dabei: 
Magnus Ehrentreich und Felix Maier: Foto: Michaela Behr

Do. 06. 01. 05 Zu den Acht Seligkeiten Sternsingen

Sa. 08. 01. 05 St. Mang   Sternsingen

 

Text aus dem Pfarrbrief Regenbogen Jan 2006

“Kinder schaffen was – Sternsinger unterwegs“

Fünf Tage waren die Gruppen in der Pfarrei als „Botschafter Gottes“ unterwegs in Begleitung von Lucia Böck, Marianne Jorde, Dorle Läubin, Otti Ledermann,
Elisabeth Rahm, Claudia Rehm, Antonio Di Turi, Laura Koch, Brigitte Wenzel und Alfred Vogler um Spenden zu sammeln. Im Mittelpunkt der Aktion steht in diesem Jahr das Land Peru. Mit dem gesammelten Geld wird ein Zeichen der Verbundenheit gesetzt von Kindern für Kinder über Kontinente hinweg.

Das erfreuliche Ergebnis: 5.600 Euro

Herzlichen Dank an die fleißigen Sammler/Innen und ein herzliches Vergelt´s Gott an alle Spender, die sich der Bitte der Kinder nicht verschlossen haben.