Pontifikalamt St Mang (Teil 1)

 Ankündigung Dankgottesdienst 40 Jahre Stadtpfarrkirche  

Teil 2: Empfang im Fürstensaal

Teil 3: Pontifikalamt in der Stadtpfarrkirche "Zu den Acht Seligkeiten

Teil 4: Messfeier und Auszug

Teil 5: Der alte Zopf

Teil 6: Begegnung mit dem Bischof auf dem Kirchplatz und gemeinsames Mittagsmahl

 Mesner freut sich auf Bischof

Text Heinz Sturm; AZ; Füssener Blatt; 27. März 2006

Ehrwürdige Stätte des Glaubens
Besuch in der Magnus-Krypta Füssen (hs). 

Vor dem Pontifikalgottesdienst in St. Mang besuchte Bischof Dr. Walter Mixa mit Stadtpfarrer Karlheinz Knebel die Krypta. Dort verharrte der Bischof zu einem kurzen Gebet zum Schutzpatron des Allgäus, ehe er sich von Monsignore Knebel die vor zwölf Jahren neu gestaltete Krypta erklären ließ. Die Räumlichkeiten selbst kennt der bald 65-jährige Bischof freilich schon seit langem, bereits als Theologiestudent besichtigte er sie. Heute wie damals sei er „immer wieder ergriffen von diesem Ort", sagte Mixa, den er als „alt-ehrwürdige Stätte des Glaubens" bezeichnete. Vor ihr gehe eine Atmosphäre des wahren Glaubens aus.


Stadtpfarrer Karlheinz Knebel und Bischof Dr. Walter Mixa in der Magnus-Krypta. Bild: Werner Hacker

  
Blick auf den Altar in der Krypta: Luzia Böck                                 Bild mit Bischof: Werner Hacker

Die Magnus-Krypta ist der älteste und historisch bedeutsamste Raum der Kirche St. Mang. Die erste Bauphase wird auf das 8./9. Jahrhundert datiert, damals wurde ein freistehendes Gebäude gebaut - vielleicht das von Magnus errichtete Oratorium Sancti Salvatoris. Um 980 entstand ein Bilderzyklus mit der Magnus-Vita geschmückt. Davon hat sich ein Gemälde mit den Heiligen Gallus und Magnus erhalten, das zu den Kostbarkeiten der frühmittelalterlichen Wandmalerei zählt.

 

Kern des Glaubens vermitteln

Bischof Mixa schlägt erweiterte Tauf-Vorbereitung für Eltern vor.
Auf Jugend zugehen

Füssen (hs). Herzlich empfangen wurde Diözesanbischof Dr. Walter Mixa bei seinem Besuch in Füssen am Wochenende. Neben den Gottesdiensten in den Kirchen St. Mang und Zu den Acht Seligkeiten traf sich der Bischof auch zu einem Gespräch mit den Priestern und Diakonen des Dekanats: Dabei ging es unter anderem um eine erweiterte Tauf-Vorbereitung für Eltern.

Die Fahnenträger der Füssener Vereine standen Spalier als Bischof Mixa abends in St. Mang einzog, das Gotteshaus war voll besetzt

- auch mehrere Kinder und jugendliche waren erschienen. Was den Bischof sehr freute: „Ich war angenehm überrascht, dass so viele Kinder, aber auch junge Leute da waren."

Kinder und jugendliche - das waren auch Themen, die er am Nachmittag bei einer Runde mit Priestern und Diakonen ansprach: Der Bischof wünscht sich beispielsweise eine erweiterte Vorbereitung der Eltern auf die Taufe ihres Kindes. Bei drei Gesprächen soll unter anderem geklärt werden, warum die Eltern die Taufe wollen. „Es gilt, bewusster den innersten Kern des Glaubens zur Geltung zu bringen", sagte der Bischof gegenüber unserer Zeitung. Auch müsse man sich um das „Gespräch mit jungen Leuten bemühen" und dabei Werte wie Treue, Zuverlässigkeit, Ehe und Familie vermitteln. Um den Menschen „plausibel den Glauben als Lebenshilfe" vermitteln zu können, sei die Entwicklung zu einer „Geh-zu-den-Menschen-Kirche" notwendig.

Das Anliegen des Bischofs sei verständlich, meinte Stadtpfarrer Monsignore Karlheinz Knebel. Aufgrund der differenzierten Lebenssituationen etwa bei den Eltern der Täuflinge gebe es aber kein Patentrezept für die künftige Tauf-Vorbereitung, hier müsse man nach differenzierten Antworten suchen.

  

  

(von links): Pfarrer Böhm (Hopferau), Diakon Kurt Benedikt Susak, Bischof Dr. Walter Mixa, Pfarrer Kazimierz Piotrowski, Pater Nathanael Hausner und Diakon Alfred Hofmann.