Der Aschermittwoch

Nicht nur für die Kinder des Kindergarten St. Gabriel beginnt ein neuer Abschnitt. Mit dem Verbrennen von Luftschlangen, welche vom Fasching übrig geblieben sind machen sie deutlich, das etwas "Neues" beginnt. Pfarrer Piotrowski erklärt mit dem Palmzweig des vergangenen Jahres, den er im Feuer verbrennt, das alles vergänglich ist und letztendlich nur Asche übrig bleibt. "Was wären wir ohne Gott?" - Ohne Gott bleibt nicht's von dir übrig als ein Häufchen Asche. Nur mit Gott ist ein Leben nach dem Tod überhaupt denkbar. Deshalb ist es wichtig, sich Gott erneut nach dieser Zeit oberflächlicher Fröhlichkeit wieder zu zu wenden, sich mit Ihm auseinander zu setzen, sich wieder zu fragen, 
                        "Wer ist mein Gott!"

  

  

  

Im Gedenken, dass dein Leib nur Staub, aber auch zugleich Gottes Tempel ist, wird die Asche gesegnet.

  

Ein Aschekreuz auf der Stirn war für die Kinder ein sichtbares Symbol für den Beginn der Fastenzeit.

"Gedenke, Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst. Kehr um und glaub an das Evangelium." (Evangelium ist die frohe Botschaft von Jesus Christus, seine Verkündigung vom nahen Reich Gottes und der Auferstehung der Toten)

Entfache wieder die Glut, die in Dir brennt. 

"Deus caritas est" - Gott ist Liebe
so schreibt Papst Benedikt XVI. in seiner ersten
Enzyklika. "Ganz leicht zu lesen ist die Enzyklika von Papst Benedikt XVI. nicht. Aber wenn der Schatz groß ist, scheut ein vernünftiger Mensch keine Mühe, ihn zu heben," schreibt  Weihbischof Andreas Laun. "Wir müssen die Perspektive ändern, damit eine GESUNDE VERNUNFT unser Leben bestimmen kann. Wir stellen Vernunftgründe wie das eigene Wohlergehen, das halten des Lebenstandard, Ehre, Ruhm uvm. in den Vordergrund und unsere Vernunft erblindet gegenüber dem, was Gottes Wille ist."

Bleiben wir also nicht vor dem Vorhang stehen sondern blicken aus der Perspektive Gottes, der bei Ikonen so ausdrucksvoll als goldener Hintergrund gemalt wird, aus dem Hintergrund auf die kleine Schar der Gläubigen und fragen uns, was Gott sich dabei denkt und was er uns für Handlungsweisen aufträgt. 

.  Aschermittwoch 2005