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Vatikan gibt Leitworte 
der nächsten Weltjugendtage bekannt

Sydney 2008: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein“ (Apg 1,8)

Vatikan / Köln (www.kath.net) Der Päpstliche Rat für die Laien hat die Leitworte für die kommenden Weltjugendtage bekannt gegeben, die Papst Benedikt XVI. ausgewählt hat. Das gab das Weltjugendtagsbüro in Köln am Mittwoch bekannt.

So wird der XXI. Weltjugendtag, der 2006 auf diözesaner Ebene begangen wird, unter einem Leitwort aus den Psalmen stehen: „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, ein Licht für meine Pfade“ (Ps 119, 105). Der XXII. Weltjugendtag – 2007 ebenfalls auf diözesaner Ebene – folgt dem Wort aus dem Johannesevangelium: „Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“ (Joh 13,34).

Der nächste internationale Weltjugendtag findet vom 15. bis zum 20. Juli 2008 in Sydney unter dem Motto statt, das der Apostelgeschichte entnommen ist: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein“ (Apg 1,8). Alle Informationen zum australischen Weltjugendtag gibt es unter www.wyd2008.org

Text Georg Rehm / AZ / Füssener Blatt / 23. November 2005

Ein Knicklicht für
einen Schritt in Richtung Frieden

Nachtreffen zum Weltjugendtag mit 
Dankeschönfest und Licht für den Frieden

Füssen (reh) Am letzten Sonntag vor dem Advent lebte das Großereignis dieses Jahres nochmals auf. Beim Dankeschön-Fest der Dekanatsjugendseelsorge Füssen, in Verbindung mit dem Gottesdienst anlässlich des Lichts für den Frieden, war die Franziskanerkirche wieder gut gefüllt. Beim anschließenden Dankeschönessen im Kloster herrschte unter den mehr als hundert Aktiven eine gut Stimmung, wie sie viele beim Weltjugendtag erlebt hatten.

Der Abend begann mit dem Gottesdienst in der Franziskanerkirche mit persönlichen Erinnerungen zum Weltjugendtag und dem WJT-Lied. Auch das Evangelium von den Heiligen drei Königen erinnerte nochmals an das Thema des Großereignisses, zu dem mehr als eine Mio. Menschen aus aller Welt nach Köln gekommen waren „Wir sind gekommen, ihn anzubeten“. Dieser Abschnitt endet mit dem Satz „Sie zogen auf einem anderen Weg heim“. Dieser bildete den Blickwechsel, was sich nach den Tagen geändert hat und auf das Licht. In der verdunkelten Kirche regte Dekanatsjugendseelsorger an über das kleine rote Licht nachzudenken. „Viele Menschen erinnert es nur noch an die Stand by Lampe an elektronischen Geräten. In der katholischen Kirche ist es jedoch als Ewiges Licht ein Zeichen der Anwesenheit Jesu, dem Licht der Welt“


Gut gefüllt war die Franziskanerkirche nicht nur mit Gläubigen aller Altersstufen, 
sondern auch mit unterschiedlichsten Gegenständen, 
die an die Veranstaltungen rund um den 
Weltjugendtag in Füssen und Köln erinnerten.

Ein hell loderndes Feuer in der Kirche vertiefte diesen Eindruck. Die Knicklichter, die nun verteilt wurden sollten nicht sofort aktiviert werden, sondern erst, wenn der Besitzer wirklich einen Schritt in Richtung Frieden im Alltag getan hat. Mit Liedern, Gebeten und dem Segen endete der besinnliche und ruhige Gottesdienst und die Anwesenden wechselten in den Saal unter dem Dach des Klosters. 


Der Saal unter dem Dach des Franziskanerklosters 
platzte unter dem Andrang aus allen Nähten. 
Viele waren gekommen um nochmals in Gesprächen, 
bei einem „Global Drink“ (Eistee) oder 
beim Anschauen der Bilder sich an den Weltjugendtag zu erinnern.

Dort reichte dann der Platz nicht für alle, doch die in Köln erprobte Improvisation ermöglichte allen eine Ecke zum Sitzen, Ratschen und zum Genuss von Nudeln mit verschiedenen Soßen und Salaten. Eingeladen hatten die Jugendlichen aus Füssen, unterstützt von einigen Jugendlichen der Füssener Heilpädagogischen Tagesstätte. Sie bedankten sich damit für die ungeheure Unterstützung aus dem ganzen Dekanat, die die ganzen Aktivitäten in und um Füssen erst möglich gemacht hatten. Später wurden noch Bilder gezeigt mit Impressionen vom Geschehen in Füssen und Köln ab dem Zeitpunkt als im vergangenen November das Weltjugendtagskreuz in Füssen zu Gast war. Der lebendige Eindruck des Abends ließ wirklich die Vermutung zu, dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen wirklich verändert von Köln nach Hause gekommen sind.

Interview mit Johannes Stoll (17) 
Auszubildender aus Pfronten-Weißbach

Johannes, wie warst du am Weltjugendtag beteiligt?

Ich habe am Gastprogramm unserer Besucher aus Ghana teilgenommen, bei der Heumahd um den Ministrantenstadel und war dann eine ganze Woche mit in Köln.

Bist du sonst auch in der Pfarrei aktiv?

Ja, ich bin aktiver Ministrant und Gruppenleiter für die kleinen Ministranten.

Welche Erwartungen hast du vorher gehabt?

Ich habe nicht recht gewusst, was auf mich zukommt. Ich habe viel gehört und wusste nicht, ob wirklich der Glaube im Mittelpunkt steht, oder ob das ein Riesenfest ist. Als wir dann in der Schule ankamen, wo wir übernachteten, waren wir uns alle fremd. Am nächsten Morgen bereits beim Frühstück in der Aula mit den anderen 2000 Jugendlichen war da eine Atmosphäre, als wäre da schon immer eine gute Gemeinschaft da. Jeder lacht dich an und ist trotz der Beschwerden gut drauf.

Wie war es dann?

Es war super. Z. B. hatte ich vor der Beichte Riesenschiss. Aber der Pfarrer war echt super. Mit dem konnte man ganz normal reden. Da waren auch viele Jugendliche mit der gleichen Meinung und ich habe neue Kontakte in der Gruppe gefunden.

Wie war es dann nachher im Alltag? Was ist geblieben?

Am Arbeitsplatz ist es echt schwierig. Das gibt es viele, die einfach von Gott und Glaube nichts wissen wollen. In der Pfarrei und in den Gruppen hat es was gebracht. Da gibt es viel neue Diskussionspunkte.

Hast du vor auf den nächsten Weltjugendtag nach Sidney zu fahren oder besuchst du lieber eure Partnergruppe in Ghana?

Nach Ghana würde ich schon gern fahren, z. B. wenn jetzt dann bald einer Priesterweihe hat, der hier in Deutschland studiert hat. Sidney ist schon weit weg und das wird bestimmt teuer. Da weiß ich noch nicht was bis dahin ist.

Vielen Dank für das Interview!

Artikel von Manfred Sailer / AZ / Füssener Blatt 16. Nov. 2005

Weltjugendtag: das Ereignis 2005

Füssen (ms). Zwei Themen standen im Blickpunkt bei der letzten Dekanatsratssitzung dieses Jahres und der im Frühjahr 2006 auslaufenden Amtsperiode: 
Rückblick auf den Weltjugendtag sowie die Planung für die am 12. März 2006 anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen.

Die zentrale Veranstaltung aller 18 Pfarreien des Dekanates bei den Tagen der Begegnung anlässlich des Weltjugendtages war das Dekanatsfest in Füssen auf der Kemptener Straße. Man kann es - da waren sich Alle einig - als rundum gelungen bezeichnen. Dekan Karlheinz Knebel, der dieses Amt nun schon 16 Jahre bekleidet, sprach allen Dank und Anerkennung dafür aus, besonders Christian Schulte und seinem Team, das die ganze Organisation sehr gut im Griff hatte.

Das Fest war sehr gut besucht und kann ohne Zweifel als toller Erfolg bezeichnet werden. Alles, was an Essen, Kaffee und Kuchen an den Ständen der einzelnen Pfarreien angeboten worden war, fand reißenden Absatz, nichts blieb übrig. Positiv wurde die gute, reibungslose Zusammenarbeit mit der Stadt Füssen, den Vereinen und den mehr als 300 fleißigen Helfern aller Pfarreien aus dem gesamten Dekanat bewertet.

Weniger positiv allerdings wurde vermerkt, dass die Gäste nicht in so großer Zahl erschienen, wie im Vorfeld angekündigt worden war. Die Absagen kamen teils sehr kurzfristig, was in einigen Bereichen Enttäuschung, ja sogar Ärgernis erregt hatte. Vor allem bei jenen, die viele Stunden ihrer Freizeit geopfert hatten. Trotzdem wurden alle geplanten Veranstaltungen durchgezogen.

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WJT - Füssen
13. Aug. 2005

Anlässlich des kommenden Weltjugendtag in Köln feierte die Pfarreiengemeinschaft Füssen am vergangenen Samstag den 13. August ein großes Straßenfest.

Heute die Jugend unter dem Namen Jesus Christus zusammenführen ist keine leichte Aufgabe.

Die Grundlage der Liebe ist Vertrauen. Dieses Vertrauen muss immer wieder neu gewagt und erfahren werden in einer durch die Medien geprägten Welt, in der Terror und Hass zum Alltag gehören. Für einander Sorgen und gemeinsam Essen wurde an der Langen Tafel ausprobiert. Jeder konnte Essen, was Ihm schmeckt ohne zu bezahlen. Jeder durfte geben, was er geben wollte.

Die Jugend war eingeladen, kostenfrei zu übernachten und sich die Sehenswürdigkeiten rund um Füssen an zu sehen. Dazu gehörte natürlich auch die Basilika St. Mang. Vor Ihr wurde ein Rosenkranz in verschiedenen Sprachen gebetet und anschließend feierlich das uns Christen vor allem verbindende Abendmahl gefeiert.

 

Die Welt trifft sich unter dem Kreuz des Herrn mit Freuden.

Ministranten aus allen drei Pfarreien der Pfarrgemeinschaft.

Das "Wort des Herrn", die Frohbotschaft hervorgehoben durch die Begleitung mit dem Licht der Kerzen.

Wie der Weihrauch steige unser Dank- und Fürbittendes Gebet hinauf zum Herrn.

 

Erfrischend fröhlich und unter die Haut gehend die musikalische Begleitung durch die Jugendtag Band.

  

Aus der "Langen Tafel" stammen die Skulpturen, welche Besucher in einem Workshop gebastelt haben. Draht und Gips in der Bewegung der Stimmung in der Kirche.

Der Diakon trägt das Evangelium vor.

"Wir brauchen nicht in den Altenheimen nach Priestern zu suchen - wir müssen sie unter Euch Jugendlichen finden! Von Euch hängt die Zukunft der Kirche ab. Fragt Euch, unter welchem Geist Ihr leben wollt."

"Der Friede sei mit dir."

Und nun nehmen wir diese Stimmung, diesen Geist hinaus in alle Welt.
Die Freude an Gott, Halleluja, ist unsere Kraft, Hallelujah.

Auf zum WJT in Köln!

Nicht nur, um den Papst zu sehen, sondern vor allem, um Christus in Christen zu begegnen!