Die St. Anna Kirche
bei Vils und die Segnung der Pferde.

Sonntag, 13. Nov. 2005

Was am Auerberg der St. Georgiritt, in Schwangau der St. Colomannsritt, ist es in Vils der St. Martiniritt, der immer am Sonntagnachmittag nach dem Martinstag statt findet. Zu dieser Gelegenheit war auch die St. Anna Kirche geöffnet.

Am Ortsende von Vils in Richtung Pfronten führt rechts eine Straße hinunter, an einer Holzbaufirma vorbei bis zur Bahnlinie hinunter. Dort haben wir wieder einmal unser Auto stehen gelassen und sind über den St. Annasteg, eine Hängebrücke zur St. Annakirche bei der Burgruine Vilseck hinüber gewandert.

  

  

Vor der Kirche fristet eine alte Hammerschmiede (ehemalige Waffenschmiede) ihr Dasein und wartet vielleicht darauf, zu einem kleinen Museum umgebaut zu werden. 

  

Gerade hatte der Mesner die Kirche aufgeschlossen. 

  
Das Altarbild mit dem hl. Joachim, der hl. Anna und ihrem Kind, 
die hl. Jungfrau Maria beim Studium der Schriften.
(Johann Balthasar Ripp1703-1764 aus Kemptengebürtig,
Schwiegersohn des Malers Paul Zeiller, der in Vils seinen Lebensabend volbrachte.)


Dem Hl. Joseph erscheint der Engel im Traum (1715 Johann Hobbs) 


Pietà (1713 Johann Hobbs) 


Annaselbdritt (1460 dem Meister von Berghofen zugeschrieben)

  
Ebenso die Seitenaltäre aus dem Jahre 1720/30.


Einen Segen zum Dank, oder besser gesagt: Vergelt's Gott den Pferden, was sie uns Gutes getan haben.  Das ist mehr als wirtschaftliches Denken, mehr als bloße Tierliebe, das weist über die irdische Existenz hinaus. Kommen Pferde in den Himmel? Aber natürlich dann, wenn Gott sie uns auf unseren Wunsch hin aus Liebe zur Seite stellt. Gott ist allmächtig und barmherzig gegenüber seiner Schöpfung.

  

  

  

Alle Pferde und ihre Halter wurden mit Namen genannt, sicherlich über 50 Stück. 

  

  

Herzlichen Dank den Blechbläsern für die würdevolle Gestaltung des Gottesdienstes.

Und wieder einmal ein Geschenk des Himmels, ein wunderschöner Sonntag.