Ein Bootsmannn wird ausgetauscht

Regionaldekan Msgr. Karlheinz Knebel löst 
Regionaldekan Stefan Gilg aus Kaufbeuren ab.

 
Stadtpfarrer und Dekan Msgr. Karlheinz Knebel ist seit dem 1. Juni 2005 Regionaldekan der Diözesanregion Kaufbeuren-Ostallgäu

Diözesanadministrator Weihbischof Josef Grünwald hat ihn nach ordnungsgemäß durchgeführter Wahl für eine Amtsperiode von 6 Jahren ernannt. 

Am Freitag, den 29. Juli wird der neue Regionaldekan von Domkapitular Prälat Josef Heigl in einem Gottesdienst 
um 18.00 Uhr in der St. Mang-Kirche in sein Amt eingeführt.

Die Region umfasst den Landkreis Ostallgäu und sie übernimmt in diesem Raum pastorale Aufgaben, die nicht von einer einzelnen Pfarrei oder gar dem Dekanat geleistet werden können. Die Dienste der Region sind subsidiär, das heißt sie unterstützt die Pfarreien oder die Dekanate in ihren Aufgaben. 

Der Regionaldekan ist Leiter des Regionalteams und Dienstvorgesetzter des Regionalbüros, dessen Sitz in Kaufbeuren ist. Der Regionaldekan leitet als Vorsitzender den Regionalpastoralrat. Sein Amt übt er im Einvernehmen mit dem Bischöflichen Seelsorgeamt aus.

Dies ist nur knapp dargestellt, was das neue Aufgabengebiet umfasst.

Als Leiter der Pfarreiengemeinschaft Füssen und Dekan des Dekanates Füssen ist dies sicher eine weitere Aufgabenstellung, die es zu leisten und zu organisieren gilt. Ich hoffe, dass im Sinne der Zusammenarbeit und Zusammenführung der Kräfte in unserer Region diese Arbeit allen einen Nutzen bringen kann.

Artikel von Georg Rehm aus der AZ / Füssener Blatt vom Mittwoch, 20. Juli 2005

Er hat eine weitere Aufgabe übernommen: 
Der Füssener Stadtpfarrer und Dekan Monsignore Karlheinz Knebel ist nun auch Regionaldekan.

NACHGEFRAGT

... beim Füssener Stadtpfarrer Monsignore Karlheinz Knebel

Der Repräsentant der katholischen Kirche in der Region

Füssen/Ostallgäu (reh). Am 29. Juli wird der Füssener Stadtpfarrer und Dekan Monsignore Karlheinz Knebel offiziell in sein neues Amt als Regionaldekan eingeführt. Bereits im Juni wurde er dazu ernannt. Über sein neues Amt befragten wir den Geistlichen. Was ist eine Diözesanregion?

Knebel: Die Diözese Augsburg ist seit den 1980er Jahren in acht Regionen eingeteilt und die Pfarreien in und um Füssen gehören zur Region III. Dazu gehören die Dekanate Kaufbeuren, Marktoberdorf und Füssen, das heißt die Region ist deckungsgleich mit dem Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren. Dort ist auch der Sitz der Regionalstelle mit den Referaten Jugendseelsorge, Ehe- und Familienseelsorge und Gemeindeentwicklung. Eine Regionalsekretärin unterstützt den Regionaldekan, der ja nebenbei immer noch Pfarrer ist.

       Wie wird man Regionaldekan?

Knebel: In einem dreistufigen Verfahren durften zuerst alle Priester, Diakone und hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter einen Wahlvorschlag abgeben, aus dem die Kandidatenliste entstand. Allerdings blieb nach der Befragung nach der Bereitschaft nur einer übrig, der dann von einer Mehrzahl (Quorum) der Priester, Diakone und vom Regionalpastoralrat gewählt werden musste. Im letzten Schritt bestätigte Diözesanadministrator Weihbischof Josef Grünwald meine Wahl zum Regionaldekan mit der Ernennung zum 1. Juni.

Was macht ein Regionaldekan?

Knebel: Er ist der Leiter der Regionalstelle und damit der Chef der Mitarbeiter. Von der Arbeit des Regionaldekans bekommen die Gläubigen in der Region wenig mit, eher schon von den Angeboten der Regionalstelle für kirchliche Jugendarbeit oder von der Ehe und Familienseelsorge bei einem Brautleuteseminar. Auch die Gründung der Pfarreiengemeinschaften wird vom Referenten für Gemeindeentwicklung von der Regionalstelle aus begleitet. Als Gremium steht der Regionalpastoralrat dem Regionaldekan zur Seite, in dem die Fachreferate und die ehrenamtlichen Gremien in der Region Sitz und Stimme haben. Ansonsten werde ich der Repräsentant der katholischen Kirche in der Region sein.

               Welche Schwerpunkte wollen Sie als Regionaldekan anpacken? 
               Was wollen Sie erreichen?

Knebel: Da möchte ich keine hohen Versprechungen machen. Ich sehe meine Aufgabe eher an den Fragen der Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften und da möchte ich Verbindungen schaffen, zum Beispiel zwischen den Dekanen und Referaten, damit die Arbeit

vor Ort gut gefördert werden kann. Auch die Anbindung an die Gesamtkonzeption der Diözese sehe ich als meine Aufgabe. Dazu gehören auch Anstöße, wenn sich zum Beispiel jemand hinter seine Scheuklappen zurückziehen möchte. Das Ergebnis bleibt abzuwarten, aber ich würde es als Erfolg bezeichnen, wenn die Referate der Regionalstelle wirklich der Seelsorge vor Ort dienen, dem Engagement von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern

               Stadtpfarrer einer großen Pfarreiengemeinschaft, 
               Dekan des Dekanats Füssen und jetzt Regionaldekan: 
               Ist diese Aufgabe noch zu schaffen?

Knebel: Es wird gehen müssen! Letztes Jahr war die erste Umstellung, als ich vom Pfarrer von St. Mang zum Leiter der Pfarreiengemeinschaft wurde, Dekan bin ich schon länger und der Schritt zum Regionaldekan geht jetzt nur mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit zwei Priestern vor Ort kann dann bald eine neue Routine einkehren. Die Frage bleibt allerdings, wie viel zeit man als Seelsorger mit den Menschen noch hat.

                Am 29. Juli werden Sie in Ihr Amt eingeführt. 
                Was geschieht an diesem Abend?

Knebel: Um 18 Uhr wird ein feierlicher Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Mang stattfinden. In diesem Rahmen wird mein Vorgänger im Amt, Stefan Gilg aus Oberbeuren, verabschiedet und ich ins Amt eingeführt. Dazu kommen der ständige Vertreter des Diözesanadministrators, Prälat Josef Heigl und Domkapitular Dr. Dietmar Bernt aus Augsburg. Gestaltet wird die Messe vom Motettenchor und mit Volksgesang und Orgel. Anschließend findet im Fürstensaal ein Festakt statt, bei dem unter anderem Dr. Bernt sprechen wird, der als Leiter des Seelsorgsamtes für die Diözesanregionen zuständig ist.

folgende Texte: Manfred Sailer; AZ Füssener Blatt, 1. Aug. 2005

Ein neuer Führer durch die Wüste des Übergangs
Monsignore Knebel zum neuen Regionaldekan ernannt

Füssen (ms). Ins Amt des Regionaldekans Kaufbeuren/ Ostallgäu ist Füssens Stadtpfarrer Monsignore Karlheinz Knebel in einem feierlichen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Mang mit zahlreichen Ehrengästen aus Kirche und Politik von Domkapitular Prälat Josef Heigl eingeführt worden. Dekan Knebel, Leiter der Pfarreiengemeinschaft Füssen/ Weißensee, ist als Nachfolger von Pfarrer Stefan Gilg aus Oberbeuren für sechs Jahre in diese Position gewählt worden.

  

Prälat Heigl, ständiger Vertreter des Diözesanadministrators Weihbischof Grünwald, predigte zum Evangelium von der Versuchung Jesu in der Wüste. 

Dort habe Jesus seine Sendung und Berufung erkannt. Die Wüste als Ort, wo man bereit sein muss, auf manches zu verzichten und sich auf das Wesentliche zu besinnen, sei nicht als letztes Ziel anzusehen, sondern stelle einen Übergang dar. 

Auch die Kirche von heute befinde sich in einer Übergangsphase. Aber sie werde bleiben und niemals untergehen, so Heigl. So gesehen könnten die Kirche von heute und das Amt des Regionaldekans im positiven Sinne mit Wüste zu tun haben. Gott selber führe in die Übergangszeit hinein. Wichtig sei, ihn immer an den ersten Platz im kirchlichen Leben zu stellen. 

Dem Regionaldekan unterliege die Führungsaufgabe für die Pastoral der Region. Er müsse alle zusammenführen, gemeinsam auf den Weg des Übergangs zu bringen und mitwirken, den Blick der Menschen für das größere Ganze zu schärfen. 

Für diese Aufgabe überbrachte Heigl Knebel die besten Wünsche von Diözesanadministrator Weihbischof Grünwald und erbat Gottes Segen verbunden mit herzlichen Dankesworten an den scheidenden Regionaldekan Pfarrer Stefan Gilg.

Der Füssener Motettenchor umrahmte festlich die Hl. Messfeier.

Zum Festakt im Fürstensaal des ehemaligen Benediktinerklosters St. Mang gelangten die geladenen Gäste trockenen Fußes durch die Gänge der Klosteranlage, während draußen ein Gewitter tobte. 

Prälat Dr. Dietmar Bernt vom Bischöflichen Seelsorgeamt Augsburg dankte in seiner Ansprache Dekan Knebel für die Bereitschaft, die Bürde eines weiteren Amtes auf sich zu nehmen. Er stellte die Wichtigkeit dieser Schlüsselstelle heraus und überreichte Dekan Knebel und Pfarrer Gilg das neueste Buch von Papst Benedikt XVI. Die Moderation des Festaktes lag in den Händen von Renate Immler von der Diözesanregion,

  
Frau Renate Immler                              Prälat Dr. Dietmar Bernt

  

die musikalische Umrahmung kam vom „Duo Ruffo", Eva Langenwalter und Petra Jaumann-Bader, die mit Blockflöte, Harfe und Trommel die Gäste mit wohltuenden Zwischenspielen erfreuten.

  

Grußworte sprachen Bürgermeister Christian Gangl, 
stellvertretender Landrat Reinhold Sontheimer und Hermann Neuner, Dekanatsratsvorsitzender des Dekanats Kaufbeuren sowie Pfarrer Joachim Spengler, stellvertretender Dekan der evangelisch-lutherischen Kirche.

   

Das Regionalteam verabschiedete sich vom ehemaligen Regionaldekan Stefan Gilg, in dem Sie ihre Unterstützung anschaulich zum Ausdruck brachten. 

 Pfarrer Joachim Spengler

Das Regionalteam versicherte ihrem neuen Regionaldekan eine gute Zusammenarbeit. 

Die letzten Worte gehörten dem neuen Regionaldekan, der seinem Vorgänger Pfarrer Gilg dankte, den er schon lange kenne. Sie waren beide bei Pfarrer Mixa in Schrobenhausen tätig, Knebel als Kaplan, Gilg als Ministrant. Das neue Amt, so Knebel, fordere von ihm auch teils eine neue Sicht der Dinge zu haben. Wesentliche, große Veränderungen stünden bevor. Wichtig und entscheidend sei das Team der Region, mit dem er gemeinsam die Dinge angehen wolle.

  


Am Ausschank Frau Christina, Frau Waltraut Roth und Frau Wilma Roth.


Manfred Sailer beim fotografieren, in der Mitte Patoralassistent Christian Schulte