Die kath. Pfarrgemeinden "Zu den Acht Seligkeiten" 
und "St. Mang",
die evangelische Christusgemeinde
und die syrisch-orthodoxe Gemeinde
feierten am
Freitag, den 21. Januar 2005
um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche "Zu den Acht Seligkeiten" einen
ökumenischen Gottesdienst zum Jahresbeginn.
Anschließender Neujahrsempfang
im Pfarrheim in der Geigenbauerstrasse 13

Christus,
das eine Fundament der Kirche

 

Zum Einzug der Geistlichkeit stimmte feierlich ein "ökumenisches Bläserquintett" ein.

Die Predigten wurde von den Vertretern der drei großen christlichen Kirchen gehalten.

  

In gemeinsamer Absprache wurde beschlossen, dieses Jahr die Kollekte dem Projekt des Gymnasium Füssen in Bangladesh zukommen zu lassen. Regina Renner und Magnus Nigg zündeten nach jeder Fürbitte ein Licht der Hoffnung auf dem Kreuz an. Zuletzt die Bitte um Einheit: "Füge uns in Christus zusammen zu deinem Haus."


 Das Foto zeigt am Altar (von rechts) Pfarrer Kazimierz Piotrowski, Pfarrer Joachim Spengler, 
Monsignore Karlheinz Knebel, Pfarrer Matthias Schricker und Saliba Aygün.

"Vater Unser"

Der große Pfarrsaal im Pfarrheim füllte sich bis zum Rand. Die Syrisch Orthodoxe Gemeinschaft verwöhnte uns mit original syrischen Gebäck und Süßigkeiten. Ein hoffnungsvolles Friedenszeichen gaben uns  Vertreter der muslimen Gemeinschaft und auch mehrere freikirchliche Gemeinschaften, welcher der Einladung zum Austausch über die Ökumene gefolgt sind.

  

  

Unser Kirchenpfleger Max Schneider versuchte noch, seine restlichen Lose zur Unterstützung des Weltjugendtag an den Mann oder die Frau zu bringen.

Während das Bläserquintett sich eingespielt hatte, beschäftigten sich ganz leise die Ökumene-Kinder ;-).

Friede ...

...ist nur durch Freiheit, Freiheit nur durch Wahrheit möglich. 
Daher ist die Unwahrheit das eigentlich Böse, jeden Frieden Vernichtende: 
die Unwahrheit von der Verschleierung bis zur blinden Lässigkeit, 
von der Lüge bis zur inneren Verlogenheit, 
von der Gedankenlosigkeit bis zum doktrinären Wahrheitsfanatismus, 
von der Unwahrhaftigkeit des einzelnen bis zur Unwahrhaftigkeit des öffentlichen Zustandes.

Karl Jaspers (dt. Philosoph 1883-1969)

Artikel aus dem Füssener Blatt der AZ vom 25. Jan. 2005: Manfred Sailer

Empfang im Zeichen der Begegnung
Christen verschiedener Konfessionen praktizieren Solidarität

Füssen (sai). Ganz im Zeichen der Begegnung standen der ökumenische Gottesdienst und der erste gemeinsame Neujahrsempfang der evangelischen Christusgemeinde, der Syrisch-Orthodoxen Gemeinde und der Pfarreiengemeinschaft Füssen. Bei diesem gemeinsamen Start in das Jahr 2005 wurde von Solidarität nicht nur geredet: Mit der Kollekte des Gottesdienstes werden Schulen in Bangladesh unterstützt.

Dieses Fest der "ökumenischen Begegnung" fand mit gemeinsamem Neujahrsempfang erstmals in Füssen statt. Der ökumenische Gottesdienst anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen in der Pfarrkirche "Zu den Acht Seligkeiten" war "Christus, das eine Fundament der Kirche" überschrieben.

Die zahlreichen Gläubigen, die der Einladung gefolgt waren, hörten Gedanken zu diesem Leitwort in der Predigt und in den Ansprachen. Treffend drückte das Gesagte auch diese Liedzeile aus:
"Gott baut ein Haus, das lebt; wir selber sind die Steine, du, ich und jeder Christ." 
Zum Schuldbekenntnis, vorgetragen von zwei jugendlichen des Weltjugendtagteams, entzündeten diese jeweils Kerzen auf einem vor dem Altar niedergelegten Holzkreuz.

Zusammenhalt und Solidarität, wie von allen betont wurde, sind wichtige Aspekte für ein gutes Zusammenleben der Gemeinden untereinander. Dieser Gedanke wurde gleich in die Tat umgesetzt: Die Kollekte des ökumenischen Gottesdienstes geht an ein Projekt des Gymnasiums Füssen. Seit sechs Jahren unterstützt es finanziell zwei Schulen in der Hauptstadt Bangladeshs. Dort ist Hilfe dringend notwendig, und sie kommt auch an der richtigen Stelle an, wie Regina Renner aus dem Weltjugendtagsteam vortrug (wir berichteten über deren Besuch in Bangladesh).

Zur Freude der Veranstalter
Neu und gleich beim ersten Mal ein voller Erfolg war bei diesem Fest der ökumenischen Begegnung nach dem ökumenischen Gottesdienst der Neujahrsempfang im Pfarrheim St. Gabriel. Zur Freude der Veranstalter nahm der größte Teil der Gottesdienstbesucher daran teil. Der Empfang im Pfarrsaal, der den Ansturm der Besucher gerade noch bewältigen konnte, stand ganz im Zeichen der Begegnung zwischen den Angehörigen der verschiedenen Pfarreien und Gemeinden - so wie es geplant war. Alle nutzen eifrig und anhaltend die Gelegenheit zu Gesprächen und zum Gedankenaustausch bei süßem Gebäck (vorbereitet von der syrisch-orthodoxen Gemeinde) und einem Gläschen Wein.