Kapiteljahrtag
des Dekanates Füssen

25. 11. 2005 in Pfronten

Bericht von Manfred Sailer

Einen neuen Weg, erstmalig in der Diözese so praktiziert, beschritt das Dekanat Füssen beim diesjährigen Kapiteljahrtag in Pfronten. 

Schon am Tag zuvor hatten sich die Geistlichen, hauptamtlichen Mitarbeiter/Innen in der Pastoral und die Religionslehrer/Innen des Füssener Dekanates im Pfrontener Pfarrheim eingefunden. „Der Wind der Veränderung weht – wie können wir uns das Dekanat als pastorale Größe vorstellen“, war das vorgegebene Thema, zu dem Dekan Karlheinz Knebel und Gemeindereferent Georg Rehm zur Einführung erste Impulse gaben. 

In Gruppen wurden Ideen und Vorstellungen zu den Punkten: Beheimatung, diakonale Kirche, von der Volks- zur Entscheidungskirche, Seelsorge, Eucharistie, Mitgestaltung und Mitverantwortung gesammelt. 

Gertrud Brehm und Dr. Robert Ochs von der Stabsstelle Organisationsentwicklung der Diözese Augsburg, als Moderatoren im Einsatz, vertieften sachlich die nicht ganz einfache Fragestellung und leiteten im weiteren Verlauf die Diskussionsrunden. 

Am Abend und am nächsten Nachmittag galt es unter Einbeziehung der Mitglieder des Dekanatsrates, die mittlerweile zur Tagung dazugekommen waren, die Klärung und Verabredung der weiteren Zusammenarbeit im Dekanat auf den Punkt zu bringen. Veränderungen, sei es aus personellen oder finanziellen Gründen, die berechtigterweise Ängste und Sorgen auslösen, sind nicht aufzuhalten, können aber auch Chancen beinhalten. Optimal, wenn geringen Risiken ein großer Mehrwert gegenüberstünde. 

In vielen erfolgreichen Projekten in der letzten Zeit wie z.B. Kurseelsorge, Sozialstation, Hospizbewegung, Weltjugendtag oder Glaubenskursen ist der Mehrwert ohne Zweifel deutlich sichtbar. Solche und ähnliche Projekte sind auf Pfarreiebene nicht mehr zu bewältigen, sie sind auf der nächsten, übergeordneten Ebene, im Dekanat besser angesiedelt.

Solche Gesprächsrunden in offener Atmosphäre, so die Verantwortlichen, bieten die richtige Plattform, gute Gedanken und Ideen aufzugreifen und weiter zu entwickeln.

Priesterseelsorger Prälat Dr. Gerhard Bauer, der in der abschließenden Messe die Predigt hielt, führte aus, wir sind unterwegs – aber noch nicht am Ziel. Wir sollten aber die Richtung spüren und gemeinsam den Weg miteinander finden, den wir zu gehen haben.

Die beiden Tage dienten auch dazu, falls Seelsorgestrukturen künftig noch enger werden sollten, nicht ganz unvorbereitet vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.

Bei allen Teilnehmern war jedoch verständlicherweise der unausgesprochene Wunsch zu spüren, dass der „Wind der Veränderung“ hoffentlich noch etwas auf sich warten lässt.

Feierlicher Abschluss war natürlich die Eucharistiefeier für die verstorbenen Priester des Dekanates in der Kirche St. Nikolaus, musikalisch gestaltet von den Chören des Dekanates unter der Leitung von Albert Frey.

Bericht: Manfred Sailer (m.s.)

  

  

  

 

 Siehe auch: Kapiteljahrtag 2004