Die Krippe der Pfarrkirche "Zu den Acht Seligkeiten"
geschnitzt vom akad. Bildhauer Alois Vogler ca. 1970

Darstellung 2003

     

O Heiland, reiß die Himmel auf,
herab, herab, vom Himmel lauf
Reiß ab vom Himmel Tür und Tor
reiß ab, wo Schloß und Riegel vor.

  

O Gott, ein' Tau vom Himmel Gieß....
Wo bleibst du, Trost, der ganzen Welt....

O Erd, schlag aus, schlag aus , o Erd,
dass Berg und Tal, grün alles werd.
O Erd, hervor dies Blümlein bring,
o Heiland aus der Erden spring.

O klare Sonn, du schöner Stern,
dich wollten wir, anschauen gern;
o Sonn, geh auf; ohn deinen Schein
in Finsternis wir alle sein.

   

Besonders Kinder können viel in der Krippendarstellung entdecken. Da ist die Friedenstaube, die von der Herbergssuche erzählt. Johannes, der Täufer steht im Hintergrund und weist auf den Erlöser hin.

Hirten sehen verwundert zum Himmel, sehen die Engel auf und niedersteigen. Ochs und Esel haben der heiligen Familie Platz gemacht. Die Ketten der Gewaltherrschaft über Israels Volk hängen wie Spinnweben im Stalle und warten darauf, dass der Messias sie zerbrechen wird. Die Wurzeln des Alten Testament werden sichtbar, bauen Brücken, über die das Volk zum Berg Zion gehen soll. Der Ort ist erhaben über den Wassern, in die aus der Höhe sich eine Quelle ergießt, die zum fruchtbaren Strom wird, an der Fruchtbäume zu blühen beginnen und deren Blätter als Heilmittel dienen. Überall, wohin dieser Strom gelangt, werden die Wasser dieser Welt wieder gesund.

     

"Fürchtet Euch nicht!" Der kleine Hirtenjunge beruhigt sein Schäfchen, der gute Hirte trägt sein "verlorenes Schaf" zur Quelle. 

       

"Still und starr ruht der See," aber täuschen wir uns nicht, in der Schlucht wird die Kraft des stillen Wasser offenbar. Mit diesem unfassbaren Wasser tauft Johannes alle Menschen, die guten Willens sind. Die kleine Afrikanische Wasserträgerin steht für alle Volker und Nationen, die aus diesem Wasser die Hoffnung auf neues Leben schöpfen.

  

Der Engel wird nicht müde, auf den hin zu weisen, der Ihn geschickt hat und betont immer wieder: "Er ist ein Gott des Friedens - Fürchtet Euch nicht, der Friede sei mit Euch"

 

Die Botschaft geht um die ganze Welt und das Licht strahlte über alle Grenzen hinweg. Könige machen sich darauf hin auf den Weg und finden das Christkind, in Windeln gewickelt auf Heu und Stroh in einem Futtertrog gebettet. Das Heil der Welt beginnt mit ganz keinen, aber konkreten Schritten.

   

Schon bald holt der "Alltag" die hl. Familie ein. Die Welt stellt ihre Ansprüche dem Reich Gottes entgegen. Gewinn-, Macht- und Ehrsucht vertreiben damals wie heute Gott aus unseren Reihen. Noch einmal, am 2. Februar, lassen wir das weihnachtliche Geschehen aufflackern. Mit brennenden Kerzen in den Händen folgen wir dem Licht Gottes: "Meine Augen haben das Heil gesehen ... " ... ein Licht, dem nicht ohne Konsequenzen zu folgen ist.

Weihnachtskrippe 2002