Der Advent

  

 

„Die Adventszeit hat einen doppelten Charakter:

Sie ist einerseits Vorbereitungszeit auf die weihnachtlichen Hochfeste mit ihrem Gedächtnis des ersten Kommens des Gottessohnes zu den Menschen;

Anderseits lenkt die Adventszeit zugleich durch dieses Gedenken die Herzen hin zur Erwartung der zweiten Ankunft Christi am Ende der Zeiten. 

Unter beiden Gesichtspunkten ist die Adventszeit eine Zeit hingebender und freudiger Erwartung" (GOK 39).

Mit dem 1. Adventssonntag 2002 beginnt der Jahreskreis B für die Sonntagslesungen

Herzlich willkommen zu der eMail und Internetaktion in der Adventszeit! Es gibt für jeden Tag einen neuen Impuls bei:

http://www.advent-anders.de/ 

  

Aus Weißdaas, das uns liebenswerter Weise die Mesnerkollegen Alois und Christian Guggemos aus Weißensee geschenkt hatten,  wurden die Adventskränze   für die Kirchen gebunden. 

Herzlichen Dank dem Team aus dem Bastelkreis, die alljährlich sich die Mühe machen, den großen Kranz zu binden.

     

Der harzige Duft der Tanne drang durch alle Ritzen. Unser rundum gelungener Adventskranz wurde mit "am Birezelte" und "am Stamperl Grappa" gefeiert. 

Jetzt darf's Sonntag werden.

  

Im Advent
rufen wir Christus mit sieben Namen. 

An den sieben Tagen zwischen dem 17. und 23. Dezember wird der Ruf nach dem kommenden Herrn besonders eindringlich. Sieben Namen, die dem Messias im Alten Bund gegeben werden, stehen an der Spitze der großen Antiphonen zum Magnifikat, die auch in der Eucharistiefeier gesungen werden können.

O Sapientia- O Weisheit

Im Alten Testament wird die Weisheit nicht nur als Eigenschaft Gottes genannt. Die Weisheit Gottes wird als Person angeredet uns sie spricht auch als Person zu uns: „Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege. Als er die Fundament der Erde abmaß, da war ich als geliebtes Kind bei ihm. Ich war seine Freude Tag für Tag und spielte auf seinem Erdenrund. Meine Freude war es, bei den Menschen zu sein." So ist es zu verstehen, dass wir Jesus den Namen Weisheit geben. (Sprichwörter 8).

O Adonai- O Herr.

Das Volk Israel rief seinen Gott auch mit dem Namen Adonai, dass heißt HERR. So nannten vor allem die griechisch sprechenden Christen von Anfang an Jesus und zwar mit dem griechischen Wort Kyrios. Denn die Griechen nannten auch den römischen Kaiser Kyrios. Darum bedeutet dieser Titel ein doppeltes: Jesus ist der menschgewordene Gott, er ist unser höchster Herr.

O radix Jesse- O Wurzel Jesse

Jesse ist der Vater des David. Heute sagen wir Isai. Aber die Bezeichnung Jesse ist noch weiter verbreitet. Als das Königshaus des David ganz verdorben war, hat es der Prophet Jesaja mit einem gefällten Baum verglichen, von dem nur noch ein Wurzelstock übrig ist. Und der Prophet verspricht, dass aus diesem Wurzelstock Jesses (Oder Isais) ein neuer Spross hervorkommt: Der Messias. (Jesaja 11).

O clavis David- O Schlüssel Davids

Mit einem Schlüssel kann man Türe öffnen und schließen. Der Sohn Davids hat auch die Schlüsselgewalt, das heißt, er schließt die Kerker auf, in denen Menschen gefangen sind durch ihre Sünden. Er öffnet die Tür zum Himmelreich. Und er verschließt die „Pforten der Hölle". Auch der Tod ist dann eingeschlossen. (Jesaja 22, 22-23).

O Oriens- O Anfang

Christus ist die aufgehende Sonne. So ruft ihn die Kirche am Tag der Wintersonnenwende. Viele Völker beten die Sonne, die von Gott geschaffen ist, als Gott an. Auch die Römer beteten zum „Sol invictus", zur unbesiegten Sonne. Dagegen sagten die Christen: Unsere unbesiegte Sonne ist Jesus Christus. Und sie legten das Weihnachtsfest in die Zeit der Wintersonnenwende. Das bedeutet: In Betlehem ist die Sonne des Heils aufgegangen, und sie wird niemals mehr untergehen.

O Rex gentium- O König der Völker

Messias und Christus bedeuten auch König. Schon im Alten Bund wurde verkündet, dass der Messias ein König über alle Völker sein wird. Jesus ist dieser König, der alle Völker regiert. Das sehen heute nur die Glaubenden. Wenn Jesus wiederkommt, werden es alle erkennen. Darum bekennen wir uns am letzten Sonntag im Kirchenjahr ganz ausdrücklich zu Christus dem König. (Johannes 18, 33-37).

O Immanuel- O Gott mit uns

Gott ist nicht fern. Das sagte schon die Stimme aus dem Dornbusch: Ich bin der „Ich bin da". In Jesus ist Gott ganz da bei uns. Darum der Name „Gott mit uns". (Jesaja 7, 10-17; Matthäus 1, 18-24).

      

Umkehr

Eine Hand streckt sich nach oben - Wie ein Ertrinkender - Die Figur des hl. Johannes des Täufer war hinter dem Ambo sichtlich verschwunden.
Wie ein Ertrinkender ringt meine Seele um "Leben" - wer kann sie aus dieser Lage befreien?
Ach hätte ich doch - aber die Zeit kann man nicht zurück drehen. Die Situation steht mir real vor Augen.
Umkehr - bevor es zu spät ist - die Hand dem entgegenstrecken, der einen aus der Situation, in der er sich gerade befindet, retten kann.