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Gästebuch
27. November 2011 St Mang Amt
Abschied von den

Niederbronner Schwestern

 
Ein Eintrag in mein Gästebuch erfolgt über die Adresse: alfred.vogler(äd)acht-seligkeiten.de
Niederbronner Schwestern
Niederbronner Schwestern AZ, Füssener Blatt 28. 11. 2011

Niederbronner Schwestern in Füssen:
Mit ihnen geht ein Stück Geschichte

Orden hat soziale Einrichtungen geprägt –
Jetzt verlässt er Füssen

Er hat seit 1887 die sozialen Einrichtungen Füssens geprägt: Ob Krankenhaus, Bürgerspital oder Kindergarten – die Niederbronner Schwestern waren stets präsent, wo der Einsatz für Kinder, Arme, Kranke und Alte gefragt war. Am Sonntag verlassen die letzten Mitglieder des Ordens die Stadt.
„Mit Genehmigung des löblichen Stadtmagistrats“ hatte Bürgermeister Georg Zächerl 1887 drei Niederbronner Schwestern zum Pflegedienst im städtischen Heilig-Geist-Spital erbeten, das zugleich Armenhaus und Krankenhaus war. Für Oberin Schwester Allyra, Schwester Gonthilde und Novizin Schwester Gregonia war es ein Anfang voller Schwierigkeiten, wie die Chroniken berichten: Das Haus war vernachlässigt, die Räume uralt, Lebensmittel fehlten. Sie selbst hatten nur den Rest ihres Reisegelds: 38 Mark.
Seit Gründung der Hanfwerke reichten die sozialen Einrichtungen der Stadt bei weitem nicht mehr aus, auch wenn das zunächst kleine Fabrikkrankenhaus auf den ‚Hirschwirtfeldern’ gerade gebaut worden war. Das Distriktkrankenhaus an der Stadtbleiche war noch in Planung, 1894 war der Bau fertig.
Zusätzlich zu ihrer Arbeit im Spital übernahmen die Schwestern die ambulante Krankenpflege und bald wurde die dringend notwendige Verstärkung entsandt.
 
Niederbronner Schwestern

Anfang des 20. Jahrhunderts leisteten in Füssen vier Schwestern der Niederbronner im Fabrikkrankenhaus Dienst, vier im Heilig-Geist-Spital und zwei in Bad Faulenbach (Ulrichsheim und Notburgaheim). Später kam der Dienst im Krankenhaus dazu. Im Leben der Stadt Füssen war das Wirken der Schwestern stets ein spiritueller Faktor und prägend für das Bild der Kirche in Füssen im 20. Jahrhundert.
Dazu kam über Jahrzehnte die Tätigkeit der Armen Schulschwestern. Sie leiteten die „Kinderbewahranstalt“ und gaben Unterricht an der Mädchenschule. Als Ende des Zweiten Weltkriegs im April 1945 die Lechbrücke gesprengt und das Bürgerspital schwer beschädigt wurde, hatten die Schwestern wieder zu kämpfen mit der Not für ihre Schützlinge.
1947 dann ein großer Schritt: Im Parkgelände in der Von-Freyberg-Straße, damals am Stadtrand gelegen, wurde das Schwesternerholungsheim St Virginia eröffnet – zugleich Füssener Niederlassung der Kongregation. Mit der Übernahme des Bürgerspitals durch das Rote Kreuz 1996 ging nach
109 Jahren eine Ära zu Ende. Die vier dort tätigen Schwestern, die 1977 die Altenpflege übernommen hatten, verließen Füssen.
Der Abschied fiel auch den Füssenern schwer, denn seit Generationen gehörten die Schwestern zur Stadt, ihr aufopferungsvolles Wirken, ihr tatkräftiger Einsatz, ihre geistliche Begleitung.
Und jetzt? „Wir sind mit ordnen, räumen und packen beschäftigt,“ verrät Oberin Schwester Ehrengard Schlör. Nachdem die letzten Gäste im Erholungsheim mit seinen 23 Plätzen verabschiedet wurden, sind nun jede Menge Formalitäten zu erledigen. Denn zum Jahresende wird das Haus im Park an einen Pächter übergeben. 2005 war die Oberin als Nachfolgerin von Schwester Ursa Maria Rosner, nach Füssen gekommene. Nun warten neue Aufgaben, neue Wirkungsstätten oder auch ein ruhigeres Leben auf sie und ihre fünf Mitschwestern.
„Ich bin wohl am längsten von uns hier, 13 Jahre“, sagt Schwester Edelinde, deren Dienste auch in der Pfarrei Acht Seligkeiten geschätzt werden. Wenn nun das Erholungsheim für Ordensfrauen und Geistliche der Vergangenheit angehört, wandelt sich damit nicht nur das äußere Bild der Stadt –
auch eine lange spirituelle Tradition geht dann zu Ende.
Niederbronner Schwestern
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