IMPRESSUM

Segnung der Fluren mit dem Magnusstab 2010

Der Magnusstab, das Vermächtnis des Hl. Magnus, dem die kath. Pfarrkirche zu Füssen geweiht ist, wird in seinem Namen noch heute über den Fluren ausgestreckt mit der Bitte,  diese vor allen schädlichen Einflüssen zu bewahren.
Die Gläubigen, welche sich zum Flurumgang am Pfingstmontag um 7.30h treffen, ist Anzahl mäßig klein geworden.
Angesichts der scheinbar sicheren Vielfalt der Lebensmittel, der wissenschaftlichen Begründung von Dünger und Pestiziden, der nicht vor Augen stehenden Gefahr von Hunger ist die Frage berechtigt: Brauchen wir einen Zauberstab, dessen Wirkung von der Mehrheit angezweifelt wird?
War es nicht auch schon früher nur eine sich selbst erfüllende Prophezeihung oder ein Placebo Effect? Wer hat die damaligen Plagen vertrieben? Der Magnusstab? Der hl. Magnus? - oder der, der den
Hl. Magnus den Auftrag dazu gab?

Die Anhänger des Hl. Magnus glauben, dass Gott allein die Macht hat, sie vor dem Unheil zu beschützen und dass er dies auch durch Menschen bewirkt. Das sind durchaus Wissenschaftler und, bei Krankheiten,  Ärzte und deren Hilfsmittel, die Medikamente.
Gerade der Placebo Effect, der am ehesten einem Wunder ähnelt und der aus wissenschaftlicher Sicht keine Grundlage einer Wirkung hat, lehrt uns, dass es mehr gibt, als Wissenschaft und Forschung beweisen können und dass der Glaube an "Etwas Mystik" heilsam ist, solange diese "Mystik" sich nicht durch eine abergläubische Praxis als unwirksam offenbart.
Im rechten Glauben stehen und keinen Aberglauben aus den daraus folgenden Handlungen zu formulieren, ist eine Aufgabe, der sich jeder Christ stellen muss. In Demut Glauben lernen, das ist die Forderung des Hl. Magnus damals wie heute.
Gott, das ist unser Heiland und der Glaube an Ihn ist gebunden an den Glauben, dass das Heil Gottes für alle Menschen bestimmt ist.

Flurumgang 2005