Sailer Manfred
Ministranten gewinnen Wette gegen Zeislmeier
Aktion jungen Christen glückt Menschenkette um Pfrontens Kirche
Pfronten / sai / Bei strahlendem Sonnenschein und angeführt von der Jugendblaskapelle Pfronten hat sich am Samstag eine lange Reihe Ministranten mit ihren selbst gestalteten Fahnen vom Pfarrheim zur Kirche Sankt Nikolaus in Pfronten bewegt. Knapp dreihundert Teilnehmer füllten die Kirchenbänke beim Ministrantentag des Dekanats Füssen.

Nicht zufällig stellte die gastgebende Pfarrei Pfronten mit fast siebzig Teilnehmern die größte Gruppe. Dekan Frank Deuring begrüßte die große Schar, darunter auch eine Abordnung aus Wertach, freudig. Auf Abfrage des Dekans bekundeten alle lautstark ihre Zugehörigkeit zu ihrer Pfarrei. Der Gottesdienst wurde neben Deuring auch von den Pfarrern Bernd Leumann aus Pfronten, Alois Linder aus Seeg, von Jugendseelsorger Pater Joshy Palakunnel aus Kaufbeuren sowie Kaplan Julius Kreuzer aus Füssen zelebriert.

Pater Joshy und Pfarrer Leumann hoben in ihrer Predigt hervor, dass die Liebe Gottes das Band ist, das alles zusammenhält. Der Glaube solle befreien und Menschen untereinander und besonders mit Gott verbinden, so die Geistlichen. Alles, was sie in Worten und Werken tun, das geschehe im Namen Gottes. "Geh mit uns, und wir wagen es: Du bist Gott, unsere Mitte", erklang es durch die Kirche.
Rallye mit sieben Stationen

Nach der Messe löste Pfrontens Bürgermeister Beppo Zeislmeier im Pfarrheim seine verlorene Wette ein: Die Ministranten behielten am Ende recht, die angekündigte Menschenkette um die Kirche glückte problemlos. So musste Zeislmeier, der vorab dagegen hielt, eine Brotzeit spendieren. Gestärkt machten sich die jungen Christen im Anschluss frisch ans Werk, schließlich stand eine Ministrantenrallye mit sieben Stationen rund ums Pfarrheim, organisiert von örtlichen Vereinen aus Pfronten, auf dem Programm. Sieger war die Gruppe aus Lengenwang. Als Preise hatte Bürgermeister Zeislmeier eine stattliche Anzahl von Freikarten für die Breitenbergbahn bereitgestellt.

In Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Ehrenamtlichen wurde der Dekanatsjugendtag von Gemeindereferentin Rita Eberle, Dekanatsjugendseelsorger Christian Schulte sowie Pfarrer Bernd Leumann organisiert und vorbereitet. Das gesteckte Ziel, die Ministranten des Dekanats mit Gottesdienst, Spaß und Spiel in großer Zahl zusammenzubringen, ist voll und ganz erreicht worden.
Die musikalische Gestaltung hatten abwechselnd die Jugendblaskapelle Pfronten sowie Jugendchor und Jugendband der Pfarrei St. Nikolaus Pfronten übernommen - und machten ihre Sache gut.

Linus Kleinbauer (10), Pfarrei St. Nikolaus Pfronten:

Jana Schienhammer (17), Pfarrei St. Nikolaus Pfronten:

Max Henle (9), 
Pfarrei 
"Zu den Acht Seligkeiten" Füssen:

Anna Vollmair (11), 
Pfarrei St. Andreas
Trauchgau:

Leopold Strobl (11), 
Pfarrei St. Urban Rieden:

In der Gruppenstunde
der Ministranten habe ich von der Wette mit Bürgermeister Zeislmeier erfahren. Ehrensache, dass ich selbst mit dabei bin und mithelfe, die Wette und damit die Brotzeit zu gewinnen.
Ich finde es prima, mit Ministranten aus dem ganzen Dekanat zusammen zu sein und Spaß zu haben. Ich möchte mit anderen Erfahrungen austauschen und einen Tag verbringen, der uns lange in Erinnerung bleibt. Ich freue mich, Ministranten aus den anderen Pfarreien zu treffen und kennen zu lernen. Besonders begeistert hat mich die Idee der Menschenkette mit Ministranten um die Pfrontener Kirche. Ich wollte sehen, ob es klappt. Prima' dass sich , Ministrauten so vieler Pfarreien beteiligen. Spaß gemacht hat mir und meinen Freunden das Basteln der Fahne für die eigene Pfarrei. Ich bin neugierig, wie die anderen ihre Fahne gestaltet haben. Mir hat der lange Zug aller Ministranten zur Kirche besonders gefallen. Gespannt war ich auch auf die verschiedenen Stationen und Aufgaben bei der Ministrantenrallye nach der Brotzeit.
Text und Bilder:
Barbara und Max Henle

 

Am ersten Ministrantentag des Dekanats Füssen in Pfronten wurde vom Pfrontener Pfarrer Leumann und Dekanatsjugendseelsorger Pater Joshy anschaulich gezeigt, wie die Kirche die Minis an sich fesseln kann, oder eben wie gerade nicht. Anschließend bildeten beeindruckende 280 Minis eine Menschenkette um die Pfrontener Pfarrkirche.

Pfrontens Bürgermeister hatte nicht geglaubt, dass so etwas möglich wäre und beglich seine Wettschuld gleich mit einem Mittagessen für alle. Mit viel Einsatz und Spaß ging es bei einer Ralley und gemeinsamen Spielen weiter. Unsere sieben Minis genossen den Tag; auch im Bewusstsein ein kleiner Teil eines großen Ganzen zu sein.