Sauling am Abend

IMPRESSUM

PFARREIENGEMEINSCHAFT FÜSSEN

St. Mang Füssen, St. Peter und Paul Hopfen am See,

St. Walburga Weißensee, "Zu den Acht Seligkeiten" Füssen

Familiengottesdienst zum Heiligen Abend

Wortgottesdienst mit den Erstkommunionkindern

   

    

    

AZ Füssener Blatt vom Montag den 28. Dezember 2009

„Hoimelige Klänge", volle Kirchen Weihnachten 
Besonders zu den Kindermetten strömen die Gläubigen

Füssen/Ostallgäu I sai/reh/wil/ag/mw  

Sehr gut besucht waren die Kirchen im südlichen Ostallgäu zu den Feiertagen - oftmals erklangen „hoimelige Klänge". Besonders die Kindermetten durften sich über großen Zuspruch freuen, wie in der Kirche Zu den Acht Seligkeiten in Füssen: Dort stellten die Kommunionkinder die Herbergssuche und die Geburt des Herrn im Krippenspiel dar.

Pfarrer Deuring wünschte allen, etwas von der Wärme und Liebe des Weihnachtsfestes zu spüren. Am Altar war das Licht von Betlehem entzündet - er ermutigte die Gottesdienstbesucher ein Teelicht zu entzünden und es zu Freunden und Nachbarn als weihnachtliche Geste weiterzutragen. In der Christmette zitierte Deuring einen Theologen: „Wäre Jesus 1000-mal in Bethlehem geboren, aber nicht in deinem Herzen, so wäre er umsonst geboren." 

Bei der Christmette in der Stadtpfarrkirche St. Mang betonte Kaplan Julius Kreuzer: Gott sei zu uns auf die Welt gekommen als armes Kind. Dieses Kind bringe helles Licht und Wärme in unsere Herzen. 

 

Bei der Festmesse in Hopfen am See formulierte Pater Michael die Kernsätze des christlichen Glaubens: „Gott liebt dich" oder „Gott wird Mensch" seien die Sätze mit Tiefgang, die ebenso wie „Christus ist auferstanden" den Menschen Hoffnung und Freude bringen.

In Schwangau verwies Pfarrer Edmund Gleich auf die damals wie heute bedeutende Friedensbotschaft. Die Besucher waren tief berührt von der alpenländischen „Wössener Weihnachtsmesse" mit Begleitung der Stubenmusik aus dem Venetianerwinkel. So wurde das gemeinsam gesungene „Stille Nacht" für eine australische Gruppe zum besonderen Erlebnis: „Dass wir es hier in der Weihnachtsstimmung dieses Gotteshauses mit so vielen Menschen im Original singen können, werden wir nie vergessen. "

In der voll besetzten Pfarrkirche St. Nikolaus in Pfronten konnte man die Vorfreude der Kinder auf das Weihnachtsfest in ihren glänzenden Augen leuchten sehen, als Maria und Josef das Jesuskind in die Krippe legten. Staunend verfolgten die Mädchen und Buben die Engel und das Krippenspiel.

Weihnachten in St. Mang

   

Bilder: Manfred Sailer

Wort-Schwall unterbrechen

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott" - den Prolog des Johannes-Evangeliums nahm Pfarrer Bernd Leumann in seiner Predigt auf. „Alle Jahre wieder" begleiten die Menschen vor Weihnachten erwartbare Rituale, die den Blick auf das Wesentliche oft versperren. Die „ewige Leier der Werbung" und die „Versprechungen und Vertröstungen der Politik" etwa. Ein Schwall von Worten, der nur weitere Worte bringe, nahm Leumann eine Anleihe bei der Dichterin Ingeborg Bachmann. Ein Schwall, der sich zu unterbrechen lohne, um auf das Wort zu hören, das ernst gemeint ist. Denn „das Wort sei Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt", wie es bei Johannes weiter heißt. Dieses Wort sei Jesus, die „Chance unseres Lebens", so Leumann.

Bei der Kindermette - mit dem Krippenspiel der Grundschüler - in der Wallfahrtskirche Maria Hilf war auch der letzte Stehplatz besetzt. Dagegen war die Christmette in der Pfarrkirche nur mäßig besucht. Sie wurde wie schon in den Jahren zuvor mit den Klängen der Alphörner eingeleitet. Pfarrer Dariusz Niklewicz fragte in seiner Predigt, warum gerade in der Weihnachtszeit viele Menschen in der Lage seien, auf andere zuzugehen und über ihren eigenen Schatten zu springen. Es sei das Wunder der Weihnacht, besser hätte Gott der Menschheit seine Liebe nicht beweisen können, als dass er seinen r Sohn als Menschenkind mit all seinen Schwächen auf die Erde beordert habe, um als Mensch unter Menschen zu leben.

Heiliger Abend