Krippendarstellung 2008
in der Stadtpfarrkirche "Zu den Acht Seligkeiten"

1. Advent: "Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft". Noch ist scheinbar alles, wie es vorher war, aber ein Stein, wie im Buch Daniel prophezeit, kommt unbemerkt durch Gottes Hand in's Rollen. Sterndeuter und Hirten hatten dafür ein besonderes Gespür und hielten Ausschau.

So mancher wurde müde und schlief ein - und hat Weihnachten verschlafen.

Wer dem Aufruf zur Abkehr von den Karrierewegen der Gewinn-, Macht- und Ehrsucht folgte und sich den Werken der Liebe zu wandte, Ausschau nach dem ewigen Licht hielt und die Hoffnung nicht aufgab, erlebte ein Wunder.
Der Allmächtige Gott kommt ganz leise, als liebenswerter Knabe in diese Welt, geboren von der Jungfrau Maria im Stall zu Bethlehem.

Gottes Fundament öffnet sich und eine Quelle des Heils bricht hervor, dessen Wasser alles heilt, was verwundet und schwach ist. Christus, der Heiland ist geboren.

Zuerst folgen die Hirten der Verkündigung und zum Schluss bringen sogar die Hl. Könige ihre Geschenke dem Messias und erkennen in ihm den Erlöser der Welt.

"Fürchtet euch nicht!" Sein Licht verbreitet sich wie die Sterne am Himmel in der Nacht. Der Christbaum ist Symbol dieser Fülle.

Aber diese Fülle wird blass im Alltag, in den Sorgen dieser Welt. Die Mächtigen dieser Welt bekommen Angst und versuchen, das Kind zu töten. Die Heilige Familie muss vor der Verfolgung fliehen bis in den entferntesten Winkel dieser Welt.

Aber Gottes Hand führt ihn zurück an den Jordan. Hier beginnt das öffentliche Wirken des Jesus von Nazareth. In der Begegnung mit Johannes dem Täufer öffnet sich erneut der Himmel: "Die ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen gefunden habe."

Der Weg Jesu führt zuerst in die Wüste und dann unabwendbar nach Jerusalem. Gott selbst opfert sich, um seine unüberbietbare Liebe zu seinen Menschen zu zeigen.

Krippe 2005