5. 11. 2010   10.00 Uhr  Heilige Messe in Eschach - 
Leonardiritt und Pferdesegnung entfällt 
aus organisatorischen Gründen.

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II. Leonhardiritt in Eschach 7.11.2009!
AZ / Füssener Blatt / 9. November 2009 / Tild und Text: Geporg Rehm

Bei strahlendem Sonnenschein 
einen Schatz entdeckt

Bei herrlichem Wetter, 20 Pferden, vielen Schaulustigen und einer überfüllten Kapelle wurde in diesem Jahr des Pferdepatrons, dem Hl. Leonhard gedacht. Die Reiterinnen und Reiter waren zur Freude der Gottesdienstbesucher schon vor der Messe gekommen und lauschten der Messe, die aus der vollen Kapelle nach draußen übertragen wurde. So wurde die zarte Tradition, die im letzten Jahr begann, auch in diesem Jahr fortgeführt.

Bereits in seiner Begrüßung brachte Stadtpfarrer Deuring seine Freude und seinen Dank zum Ausdruck, dass so viele gekommen waren und dass im Vorfeld alles so gut vorbereitet wurde. In seiner Predigt ging er auf den Hl. Leonhard ein. Viel ist erst mehrere hundert Jahre später aufgeschrieben worden über den Heiligen, der im 6. Jahrhundert gelebt hat. Obwohl die Karriere des jungen adligen Leonhard bereits vorgezeichnet war, durchbrach er doch die Konvention und lehnte als noch junger Priester das Bischofsamt und später auch die Abtswürde ab. Er fühlte sich gerufen zu einem Leben in der Einsamkeit und Stille. Dort lebte er „in der Zweisamkeit mit Gott“ charakterisierte Deuring das Leben des Heiligen. Nach und nach wurde er zum gefragten Berater, der mit Fragen und Anstößen den Menschen einen Weg aufzeigte in ihren Sorgen und Nöten. Später im Leben des Heiligen kümmerte er sich um Gefangene. Er setzte sich beim König für deren Freilassung ein. Entlassenen ließ er ein Grundstück zukommen und sorgte so für deren Lebensunterhalt und Resozialisierung. Deshalb wird er, wie auch in der Eschacher Kapelle mit offenen Händen und einer offenen Kette dargestellt. Für diesen Schatz, so Deuring weiter hätte der Hl. Leonhard seine Karriere aufgegeben. Der Schatz, den „heute viele in Aktien oder auf vier Rädern sehen“ so Deuring, sei nicht der, von dem das Evangelium spricht. Der Schatz des Hl. Leonhard sei die Einsamkeit und Stille des Waldes von Limoges in Frankreich gewesen, wo er intensiv im Gebet mit Gott verbunden gelebt habe.

Nach der Messe, die von den Gottesdienstbesuchern mit der kräftig gesungenen Schubertmesse musikalisch umrahmt war, dankte Stadtpfarrer Frank Deuring nochmals allen Beteiligten und ging dann vor die Kapelle, um den Reiterinnen und Reitern und ihren Pferden den Segen zu geben. Er sprach ein Segensgebet über die Menschen und Tiere und dann konnte der Zug beginnen. 
An die Spitze setzte sich die Musikkapelle Pinswang. Dann folgten die 20 Pferde mit ihren Reitern, die mit reichlich Weihwasser bedacht wurden. 

Am Ende fuhr die Kutsche von Josef Hartung aus Hopfen, in die sich Pfarrer Frank Deuring und Diakon Alfred Hofmann setzten, um beim zweimaligen Ritt um den Ortskern von Eschach dabei zu sein. Bei der Kapelle bog der Zug dann zur Seealm ab, wo das Eschacher Leonhardfest seinen gemütlichen Ausklang fand.

Zitat: „Gott ist einer der zuhört. Das hat der Hl. Leonhard in der Einsamkeit erlebt.“ sagte Stadtpfarrer Frank Deuring in seiner Predigt.

Nach der Segnung der Reiter und ihrer Pferde bestiegen Stadtpfarrer Frank Deuring (rechts) und Diakon Alfred Hofmann (links) die Kutsche von Josef Hartung (Links auf dem Kutschbock) aus Hopfen am See und folgten dem Zug.

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I. Leonardiritt zu Eschach

Programm:

10.00 Uhr Hl. Messe in der Kapelle Eschach mit 
           Generalvikar Msgr. Karlheinz Knebel
           anschl. Umritt um die Kapelle mit Pferdesegnung

- Es spielt die Musikkapelle Pinswang -
im Anschluss „Hoigarte“ in der Seealm.

Anmeldung der Reiter erwünscht bis 05.11.08
unter Tel. 08362 / 92 13 66 – Fam. Reiss !

Über zahlreichen Besuch würden wir uns freuen.

AZ, extra 5. November, Text: Georg Rehm

Eschach (sr/reh). Im Jahr 2007 wurde die Marienkapelle im Füssener Orts teil Eschach renoviert und erhielt anlässlich des ersten Gottesdienstes vom damaligen Stadtpfarrer Knebel eine Leonhardsfigur gestiftet.

„Ich würde mich über einen Leonhardiritt bereits im nächsten Jahr freuen", hatte Knebel in seiner Predigt zur Einweihung der renovierten Kapelle geäußert. Nun bereiten die Eschacher rund um Mesnerin Irma Reiss einen Gottesdienst mit anschließendem Leonhardiritt mit Segnung für Reiter und Pferde vor. Die Messe in der Kapelle in Eschach beginnt am Samstag,
8. November um 10.Uhr.

Da in dem Gotteshaus nur wenige Menschen Platz haben, wird die Messe auf dem Vorplatz übertragen. Die Reiter mit ihren Pferden werden im Anschluss an die Messe vor der Kirche erwartet. Nach einem Ritt um die Kapelle und durch den Ort werden sie von Generalvikar Karlheinz Knebel mit ihren Tieren gesegnet. Begleitet von der Musikkapelle Pinswang geht der Zug danach zum Gasthof „Seealm" zum Hoigarte.

Telefonische Anmeldung und Informationen zum genauen Ablauf bei Familie Reiss unter 08362/92I 366.

AZ, extra 10. November, 
Text: Manfred Sailer; Bilder: Manfred Sailer und Alfred Vogler
Eschach feiert ersten Leonhardiritt
Eine rundum gelungene Premiere feierten die Eschacher Bürger mit zahlreichen Gästen beim erstmals veranstalteten Leonhardiritt. Zur großen Freude der Veranstalter nahmen 33 Reiter mit ihren Pferden aus Hopfen, Rieden, Füssen, Nesselwang, Vils und Pinswang teil. Die Musikkapelle Pinswang umrahmte den Zug musikalisch. Generalvikar Karlheinz Knebel, der die Idee vor Jahresfrist ins Gespräch gebracht hatte zelebrierte mit Diakon Fredl Hofmann und Stadtkaplan Julius Kreuzer die Messe in der kleinen Kapelle. Zum Abschied als Pfarrer in Utting hatte Karlheinz Knebel vor vielen Jahren eine Figur des Hl. Leonhard als Geschenk bekommen. Diese Figur, die in einem Kirchenraum besser aufgehoben ist als in irgendeinem Wohnzimmer, so Knebel und der Gedanke, die von Eschacher Bürgern liebevoll restaurierte Kapelle regelmäßig zu nutzen und der Öffentlichkeit bewusst ins Blickfeld zu rücken führten fast zwangsläufig zu einem Leonhardiritt. Weil die Kapelle, wie es Generalvikar Knebel gehofft hatte für die vielen Besucher zu klein war, versammelte sich eine große Menge Gläubiger auf dem Vorplatz des Gotteshauses, wo die Feier durch Lautsprecher übertragen wurde. In seiner Predigt verknüpfte Monsignore Knebel das Wirken des Hl. Leonhard dem Patron der Pferde und des Viehs mit dem Wunsch, dass durch solche traditionellen Glaubensfeste der Glaube lebendig bleibe und ausstrahlen möge in die Gesellschaft. Glaube lebt dort, wo Menschen ihn bezeugen, so wie es Leonhard beispielhaft getan hat. Er hat die Menschen, die in Sorgen und Nöten zu ihm kamen angenommen. Eine wichtige Frage für die Zukunft der Kirche an uns alle wird lauten: Haben wir den Mut, Zellen des Glaubens zu sein, unseren Glauben sichtbar zu leben und füreinander da zu sein. Gerade die vielen Kapellen in ländlichen Bereichen sind ein markantes Zeichen der Gegenwart Gottes. Möge der Hl. Leonhard seine segnende Hand über uns Alle halten.
Im Anschluss an die Heilige Messe begaben sich alle Reiter hinter der Musikkapelle Pinswang auf einen Umritt um die Kapelle und erhielten von Generalvikar Knebel beim Vorbeireiten den Segen.

Der Zug führte weiter hinunter Seealm, wo fleißige Helfer/Innen alle Hände voll zu tun hatten, die Wünsche der Gäste im bis auf den letzten Platz besetzten Lokal zu erfüllen. Die Eschacher und ihre Gäste saßen noch lange in gemütlicher Runde beisammen, es gab viel zu erzählen über eine in unserer Heimat nun neu belebte, bayerische Tradition.

Dem Dorf Eschach ist es gelungen, ein Fest ins Leben zu rufen, das, so war es der vielfach ausgesprochene Wunsch der Besucher hoffentlich im nächsten Jahr eine Wiederholung erfahren wird. Ermöglicht durch eine intakte Dorfgemeinschaft, durch Zusammenhalt und Mitwirkung vieler Hände, die sich alle zu Recht über das erfolgreiche Fest zu Ehren des Hl. Leonhard freuen dürfen.

Mariensingen in  Eschach