Namen und Neuigkeiten
21. Februar 2007

 

Franziskanerpater Rupert Schillinger
85. Geburtstag

Seine Schäfchen fand er 1964 in Füssen-West: Franziskanerpater Rupert Schillinger wird am heutigen Aschermittwoch 85 Jahre alt.

Der 1922 in Unterföhring geborene Jubilar wirkt voller Kraft und Tatendrang. „Meine Aufgaben haben mich all die Jahre jung gehalten." Von 1958 bis 1964 als Berufsschulkatechet in St. Anna in München und gleich danach bis 1972 als Standortpfarrer in Füssen stand er in engern Kontakt mit jungen Leuten. „Das prägt", meint Pater Rupert, für den Ruhestand ein Fremdwort bleibt.

In Füssen - hierher kehrte er vor zwei Jahren zurück - betreut er die Pater Rupert Ordensschwestern.

Darüber hinaus hat er stets ein offenes Ohr für Rat suchende Menschen.

Wie auf das Stichwort zum Szenenwechsel unterbricht Bruder JOHANNES das Interview. „Ein Mann hat an der Klosterpforte geläutet. Ich habe ihn eingelassen. Er bittet um ein seelsorgerisches Gespräch." Kein Mensch mit diesem wichtigen Anliegen muss auf Pater Rupert mehr als ein paar Minuten warten ...Zuvor jedoch weist er darauf hin, dass Füssens Guardian, Pater BENNO, einst sein Zögling war. Fast ein Wunder, dass Pater Rupert bei seinen vielen Aktivitäten noch Zeit bleibt, Bücher zu lesen oder Musik zu hören. „Als jugendlicher habe ich noch selbst zu Instrumenten gegriffen und Theater gespielt", erzählt er. Nach seinem Theologiestudium in München jedoch konzentrierte er sich auf die Aufgaben, die ein Seminarpräfekt, ein Kaplan oder Standortpfarrer hat. Einen Höhepunkt seines Wirkens als Militärseelsorger ruft er in Erinnerung: „600 Mann habe ich nach Lourdes geführt." Aber nicht diese Wallfahrt war sein schönstes Erlebnis. „Immer wieder denke ich an einen jungen Soldaten. Er hat mir anvertraut, dass er nach seiner Dienstzeit Theologie studieren möchte. Seine spätere Priesterweihe war meine größte Freude!"

Von St. Anna in Garmisch-Partenkirchen, wo Pater Rupert seit 1988 gewirkt hat, siedelte er 2005 ins Ostallgäu um. „Wenn man über 80 Jahre alt ist, ist jeder Ortswechsel hart. Aber heute bin ich froh, wieder in Füssen zu leben. Schließlich durfte ich vor 40 Jahren in Füssen-West die junge Pfarrei "Zu den Acht Seligkeiten" mit aufbauen. Die Jahre zuvor feierten wir den Gottesdienst in einer Kapelle in der Kaserne der Gebirgsjäger." In die geliebten Berge rund um Füssen zieht es Pater Rupert nicht mehr. „Ein Spaziergang tut es mit 85 Jahren doch auch", schmunzelt er.

Bericht: Hacker; Foto: Vogler

Viel Glück und viel Segen....