2. Sonntag im Jahreskreis
Die Weihnachtszeit ist vorüber
aber dem "Alltag" will man sich noch nicht beugen.
Bevor wir die Krippe wieder aufräumen wird sie ein letztes Mal umgebaut - die Flucht nach Ägypten - ein jeder geht seine Wege - Die Hl. Drei Könige ziehen auf einem anderen Weg wieder in ihr Heimatland, Maria und Josef verlassen mit dem Christkind den Stall. Wir schauen ihnen nach und winken ein letztes Mal am 2. Februar, dem Fest Mariä Lichtmess.

17. Januar 2007

„Das Gebot Gottes ist Erlaubnis. Darin unterscheidet es sich von allen menschlichen Gesetzen, dass es die Freiheit - gebietet. So hoch greift das Gebot Gottes, billiger ist es nicht. Erlaubnis, Freiheit bedeutet nicht, dass nun Gott dem Menschen ein Feld einräumt zur Betätigung nach eigener Wahl, frei von Gottes Gebot, sondern die Erlaubnis entspringt ja gerade nur am Gebot Gottes und ist nur durch das Gebot und im Gebot Gottes möglich, sie ist niemals von Gott gelöst. Sie bleibt Gottes Erlaubnis, und nur als solche befreit sie von der quälenden Angst vor der jeweiligen Entscheidung und Tat zur Gewissheit der persönlichen Leistung und Führung durch das göttliche Gebot“ (D. Bonhoeffer).

Auch das "Sonntagsgebot" ist Erlaubnis - die Erlaubnis aus dem Alltag heraus zu gehen um vor Gott hin treten zu dürfen, Ihm Lob und Dank für all das schöne, was man unter der Woche erlebt hat, zu sagen, mit ihm zu kommunizieren und mit ehrfürchtigem Respekt, Bitten vor zu legen. Verschlafen wir nicht diese Chancen wie der dritte Hirte, der sich von dem Beter und dem, der in Dankbarkeit Gaben bringt, abgegrenzt hat.

Mariä Lichtmess