Reqiem des Standort Füssen 
für H.H. Pfarrer Friedrich Glaser

 

Freitag, 26. Januar 2007

Pfarrer Friedrich Glaser
im Alter von 80 Jahren gestorben

Trauer um „einen der besten Pfarrer" der Gemeinde Rieden

Rieden am Forggensee Im Alter von 80 Jahren starb in Rieden Pfarrer Friedrich Glaser. Sein Tod löste nicht nur in der Gemeinde Bestürzung und Trauer aus. Riedens Bürgermeister Max Streif nannte Glasers Tod einen „unheimlichen Verlust" für Rieden. „Pfarrer Glasers menschliche Größe, seine souveräne und fürsorgliche Art mit Menschen umzugehen, macht ihn unvergessen. Er war durch seine gelebte Menschlichkeit einer der besten Pfarrer in unserer Gemeinde, und ich selbst verliere mit ihm einen väterlichen Freund."

Glaser war nach seiner über 20-jährigen Dienstzeit als Studiendirektor und Heimleiter im Gymnasium Hohenschwangau 1982 nach Rieden gekommen und betreute die Pfarrgemeinde ab diesem Zeitpunkt als Priester. Seit 1990 im offiziellen Ruhestand, war er in der Gemeinde noch bis Ende August 2006 als Pfarradministrator tätig. Auch danach blieb er der Gemeinde verbunden und half immer wieder aus, wenn seine Dienste als Pfarrer benötigt wurden. Eine seiner letzten Amtshandlungen war am 6. Januar die Aussegnung der Sternsinger in der Riedener Pfarrkirche.

Als Standortpfarrer im Nebenamt betreutg er zudem die Soldaten in der Füssßner Allgäu Kaserne. 1991 war Glaser in Anerkennung seiner Verdienste um das Schülerheim vom damaligen bayerischen Kultusminister Hans Zehetmeier das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen worden. Er hob damals das Wirken des Seelsorgers hervor, „das in beispielhafter Weise von der Fürsorge für seine Mitmenschen, dabei insbesondere der Jugend, geprägt war". Friedrich Glaser war geborener Münchner. Er erhielt 1953 in Dillin

gen die Priesterweihe. Als Kaplan war er über vier Jahre in Augsburg tätig und elf Jahre an der Klosterschule in Wettenhausen, bevor er 1970 ins Allgäu kaum.

Auch der Standortälteste der Füssener Allgäu-Kaserne, Oberstleutnant Jürgen Pauker, hob den menschlichen Verlust, den Pfarrer Glasers Tod hinterlässt, hervor. „Er hat es verstanden, uns als Soldaten den Glauben wieder näher zubringen. Aufgrund seiner naturwissenschaftlichen Vorbildung hat er es immer wieder geschafft, den Bezug zwischen dem Weltlichen und dem Geistlichen herzustellen. Mit dieser Einstellung hatte er die Soldaten erreicht und einen Draht zu ihnen gefunden." Zudem habe er trotz seines hohen Alters - und wenn es sein enger Zeitplan zuließ - die Soldaten fast überall hin begleitet, ob nach Norwegen oder zu den Übungsplätzen in Baumholder, Grafenwöhr und Hohenfels.

Riedens Kirchenpfleger Alois Baur erinnerte an die hervorragende und harmonische Art der Zusammenarbeit mit dem Verstorbenen. „Es hat nie Unstimmigkeiten gegeben. Seine menschliche Wärme und Güte war für uns alle, die wir mit ihm zu tun hatten, vorbildhaft." Baur fügt hinzu: „So einen wie ihn werden wir nicht mehr bekommen."

Einmalige Leistungen...

Als Heimleiter im Gymnasium Hohenschwangau war Pfarrer Glaser tagtäglich von früh bis spät für die Schüler und Eltern ein verständnisvoller Ansprechpartner. Er kümmerte er sich mit beispielhaftem Einsatz gleichermaßen um die Studienfortschritte der Kinder wie um die Gestaltung ihrer Freizeit. Der Leiter des Gymnasiums, Oberstudiendirektor

Edward Weber, bezeichnete den Verstorbenen als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Schule. „Er hat als Heimleiter im und für das Heim gelebt und sich mit unglaublicher Ausdauer um die Schülerinnen und Schüler gekümmert. Er war ein Phänomen an Ruhe und Gelassenheit, seine Leistungen für unser Gymnasium waren einmalig."

Pfarrer Glaser wird bis Montagvormittag in der Riedener Leichenhalle in St. Urban aufgebahrt. Es besteht die Möglichkeit der persönlichen Abschiednahme. Die Beerdigung findet am Montag, 29. Januar, nach dem Trauergottesdienst um 14.30 Uhr in St. Maria in Starnberg statt. Am Samstag, 3. Februar, wird in der Riedener Pfarrkirche um 10.30 Uhr ein Requiem gehalten. Uwe Claus

Die Kirchenverwaltung Rieden stellt für Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an der Beerdigung einen Bus zur Verfügung. Abfahrt ist um 12 Uhr an der Riedener Raiffeisenbank. Die Gemeinde bittet Fahrtteilnehmer, sich bis Samstagmittag entweder beim Pfarramt unter Telefon 37017 oder bei Alois Baur unter 925 249 zu melden.

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