Erscheinung des Herrn
Epiphania

06. Januar 2007

Epiphanie, Erscheinung des Herrn: göttliche Wahrheit und Herrlichkeit leuchten, wenn auch noch verborgen, in dem Kind von Betlehem. Suchende Menschen finden den Weg (Magier, Könige, Sterndeuter). Sie kommen mit Gaben und gehen als Beschenkte. Als Boten des Lichts in eine dunkle Welt. Weil dieses Kind geboren wurde, gibt es für alle Menschen Hoffnung, auch für die in der Ferne.

Der Kirchenchor umrahmte die
Hl. Messe
mit der "Bauernmesse", begleitet von Hackbrett, Zither
und Harfe.

Fremden Menschen, Ausländern, Heiden leuchtet der Stern. Sie suchen und fragen, bis sie den neugeborenen König finden. Die Gelehrten in Jerusalem wissen aus der Schrift, wo der Messias geboren werden soll, aber keiner von ihnen geht nach Betlehem. So wird schon am Anfang des Matthäusevangeliums sicht­bar, was am Schluss klar ausgesprochen wird: Alle Völker der Erde sind zum Heil berufen, das Jesus Christus gebracht hat (Mt 28, 18-20).

Wasser

Allmächtiger Gott, du hast das Wasser als Element des Lebens geschaffen. Um unserer Sünden willen hat sich dein Sohn in den Fluten des Jordans taufen lassen und so das Wasser geheiligt. Im Wasser der Taufe hast du uns zu deinen Kindern gemacht.

Segne + dieses Wasser mit der Kraft des Heiligen Geistes. Laß es den Menschen, die es in ihrer Wohnung aussprengen, zum Zeichen deiner Macht und Nähe werden.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Salz

Allmächtiger Gott, wir bitten dich: Segne + dieses Salz. Du hast dem Propheten Elischa geboten, schal gewordenem Wasser durch Salz wieder Kraft zu geben. Gewähre, daß, wo dieses vom Salz durchwirkte Wasser ausgesprengt wird, dein Heiliger Geist zugegen sei, alle Anfechtungen des Bösen abwende und uns durch seine Kraft behüte.

Kreide

Gütiger Gott, segne + diese Kreide, mit der wir das Zeichen des Kreuzes über den Eingang unserer Häuser (Wohnungen) setzen. Laß uns nicht vergessen, daß unser ganzes Leben dem gehört, der uns in diesem Zeichen erlöst hat.

Weihrauch

Herr, unser Gott, segne diesen Weihrauch, den wir im Gedenken an die Gaben der Weisen aus dem Morgenland entzünden werden. Mache ihn zum Zeichen deines Segens, wenn er unsere Häuser durchdringt, und mache unsere Wohnungen zu einem Ort der Brüderlichkeit und des Friedens.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A.: Amen.

Christus Mansionem Benedicat - Christus segne diese Heimstatt
und alle, die da gehen ein und aus.

Niemand hat Gott je geschaut, aber wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet (1 Joh 4, 12). - In der liebenden Begegnung mit dem Bruder leuchtet uns das Bild Christi auf, geschieht Epiphanie: im Lächeln des Kindes, im Blick des geliebten Menschen, im dankbaren Auge des Beschenkten, im sorgendurchfurchten Gesicht des Kranken – in jeder liebenden Bewegung des Herzens, in jedem Dank, jedem Du. (R. Pesch)

Texte entnommen aus dem Schott

Hl. Drei König 2006  

 

 

 

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