Einweihung der neu renovierten Kapelle
in Eschach 5. 11. 2007

Ein herzliches "Vergelt's Gott" allen, die zur Renovierung beigetragen haben, überbrachte Msgr. Dekan Karlheinz Knebel aus der Pfarreiengemeinschaft Füssen den aktiven Eschachern.

Zur Segnung des Weihwasser, mit dem die neu renovierte Kapelle eingeweiht werden soll, fanden sich zahlreich die Helfer beim Ferienhof Reiss ein.

In einer feierlichen Prozession zog man zur Kapelle.

Ein Haus voll Glorie schauet, weit über's Allgäu Land .....
Stadtpfarrer Msgr.  Karlheinz Knebel brachte eine Statue des Hl. Leonhard mit, die sehr schön zu den Heiligen der Kapelle passt und vielleicht  zu einem Leonhardiritt zu Eschach führen soll. Für den Altar brachte er eine Reliquie des selig gesprochenen Mesnersohn aus Füssen, Franz Xaver Seelos mit.
Es darf ruhig noch eine Weile dauern, bis der Weihrauch seinen Weg zum Himmel gefunden hat. In Erinnerung wird er den Helfern der Renovierung ihrer Kapelle sicherlich immer bleiben.

 

Eschacher feiern wieder in ihrer Kapelle

Renovierung - Freude über das Geschaffene
2008 Leonhardiritt?

AZ;  9. November 2007

Text: Georg Rehm

Mit dem festlichen Zug zur Kapelle des Füssener Ortsteils Eschach endete die Innenrenovierung und begann der Gottesdienst, in dessen Verlauf das Gotteshaus wieder eingeweiht wurde. Gekommen waren die Helfer beim Umbau mit ihren Familien und der Lautsprecher war für einige nötig, die keinen Platz mehr in der Kapelle fanden. In seiner Begrüßung, in der Predigt und nochmals vor dem Schlusssegen sparte Stadtpfarrer Monsignore Knebel nicht mit Dank und Anerkennung für das gelungene Werk der Innenrenovierung. Knebel hob v. a. in der Predigt die Bedeutung der dargestellten Heiligen hervor und setzte sie in Bezug zu den Gläubigen in Eschach. Er hatte die Texte zum Fest des Hl. Leonhard ausgewählt und machte kein Hehl aus seinem Wunsch, dass er sich über einen Leonhardiritt bereits im nächsten Jahr freuen würde.

Er erinnerte auch an die Reliquien, die in jedem Altar eingemauert sind. Dabei stellte er ein Verbindung her zwischen der Reliquie des Hl. Alexander, der im Jahr 178 mit seinen Gefährten für seinen Glauben grausam hingerichtet wurde. Knebel erinnerte aber auch an den Seligen Franz Xaver Seelos, vom dem nun ebenfalls eine Reliquie im Altar ist. Durch ihr Engagement für die Renovierung hätten die 

Eschacher gezeigt, dass sie ebenfalls Zeugnis geben von ihrem Glauben. In seinem Schlusswort fasste er seine Wünsche zusammen :“Möge viel Gnade und Segen von diesem Ort ausgehen!“

Musikalisch umrahmt wurde die Messe von Petra Jaumann-Bader und Albert Frey

Beim Gottesdienst und bei der Helferbrotzeit war auch Konrad Schwarz vom Bauamt der Stadt Füssen. Für die Stadt als Eigentümerin lobte er nochmals die gelungene Zusammenarbeit zwischen den ehrenamtlichen Helfern um Winfried Günther, dem Landesamt für Denkmalpflege und den Fachhandwerkern vor Ort. Nur so sei der reibungslose und schnelle Ablauf machbar gewesen.

In gemütlicher Runde saßen die Aktiven der Renovierung noch länger in der gemütlichen Stube der Mesnerin ließen sich die Brotzeit schmecken und schauten Bilder vom erfolgreichen Bau an. In den Gesprächen wurde aber auch die noch anstehenden Kleinigkeiten von der Absperrung bis zu den neuen Gesangbüchern diskutiert.


Die Helfer um Wilfried Günther (rechts) Es fehlen Irmi Reiss und Werner Fischer

Text: Georg Rehm AZ Kirchenanzeiger 3. Nov 2007

Eschacher freuen sich über Innenrenovierung ihrer Kapelle

Gottesdienst zur Wiedereröffnung am Montag 5. Nov. 15.00 Uhr. Anschließende Helferbrotzeit im kleinen Kreis.

Noch steht Irmi Reiss zögernd im Eingang der Kapelle und überlegt, wo die Gedenktafel an Geistlichen Rat Scherer in Zukunft in der frisch renovierten Eschacher Kapelle hängen soll. Sie ist die Mesnerin des Gotteshauses, das in einer Rekordzeit von acht Wochen komplett innen renoviert wurde. Noch ist die Oberflächenbehandlung auf den frisch verlegten Platten aus Solnhofener Marmor nicht trocken, wird schon die Einweihung nach der Umbauzeit geplant. 

Am kommenden Montag wird Stadtpfarrer Monsignore Karlheinz Knebel die erste Messe halten, nachdem die Maler, Schreiner, Fliesenleger, Denkmalfachleute und unzählige Helfer dem Kleinod des romantisch gelegenen Ortsteils von Füssen zu einem neuen Glanz verholfen haben. 

Bisher war zweimal im Jahr Messe in Eschach, einmal im Frühjahr, um für eine gute Ernte zu bitten und einmal im Herbst, als Erntedank. Wenn es nach der Vorstellung der Mesnerin ginge, wäre wohl öfter Gottesdienst. Das kann durchaus so kommen, denn bei der Maiandacht und dem Mariensingen in diesem Jahr kamen nicht nur Spenden für die Renovierung zusammen, sondern beim gemütlichen Sitzen wurde auch so manche Beziehung gepflegt. 

Der Motor für die notwendige Baumaßnahme war Winfried Günther, u. a. Mitglied der Kirchverwaltung von St. Mang. Mitgetragen wurde der engagierte Umbau von Ernst, Helmut und Robert Geiger, Josef und Fritz Zobel, Otto Keck, Karl Mayer, und Werner Fischer. Fachlich unterstützt wurden sie von den Restauratoren Manfred Sattler und Gerhard Gingele, der auch die Bauaufsicht für das Landesamt für Denkmalpflege übernommen hatte. So wurde der feuchte Putz abgeschlagen und erneuert, die Bänke ausgebaut, abgewaschen und sorgfältig ausgebessert, der Boden nach unten gegen Feuchtigkeit abgedichtet, die Wandanstriche fachgerecht erneuert und alle Bilder gereinigt und restauriert. Um den Altar wurde die ursprüngliche Anordnung wieder hergestellt. Auch die Fenster und Türen wurden neu gestrichen. 

Im nächsten Jahr soll noch eine gespendete Figur des Hl. Leonhard die Ausstattung ergänzen und Msgr. Knebel denkt im Pfarrblatt schon laut über einen eventuellen Leonhardsritt nach, der das religiöse Leben der Pfarrei bereichern könnte.

Seit 1755 steht die Kapelle, als Eschach noch Teil der landwirtschaftlichen Anwesen des Benediktinerklosters in Füssen war. Nach der Außenrenovierung, die 1998 abgeschlossen wurde, haben die Eschacher nun auch im Inneren ihrer Kapelle einen würdigen Ort, zum Beten und zum Feiern und „die Stadt Füssen, die Eigentümerin des Gotteshauses, darf stolz und dankbar sein für solch eine Bürgerinitiative.“, schreibt Dekan Knebel in Vorfreude auf die Einweihung am kommenden Montag, zu der er alle herzlich einlädt..

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KAPELLENFEST IN ESCHACH

Am kommenden Montag, dem 5. November wird in Eschach die Renovierung der Eschacher Kapelle gefeiert.

Um 15.00 Uhr ist eine Heilige Messe in der Kapelle mit Segnung des Gotteshauses. Im Altar sind Reliquien des Hl. Alexander und des Seligen Franz Xaver Seelos eingelassen. Eine Leonhardsfigur, die gespendet wurde, wird spätestens bis zum Frühjahr einen festen Platz in der Kapelle finden, so dass im kommenden Jahr angedacht ist, mit einem Leonhardiritt einen festlichen Termin in der Eschacher Kapelle zu haben. Im Frühjahr und Herbst finden die traditionellen Messen zur Aussaat und zur Ernte statt.

Das Mariensingen im Mai  hat großen Anklang gefunden und wird auch im kommenden Jahr stattfinden.

Am 5. November wollen wir Dank sagen all den Helfern aus Eschach, die in einer großartigen Eigenleistung ihre Kapelle restauriert haben. Die Stadt Füssen, die Eigentümerin des Gotteshauses, darf stolz und dankbar sein für solch eine Bürgerinitiative. Die Pfarrgemeinde darf Eschach als eine Bereicherung erfahren.